Hannover/Frankfurt am Main - Bis 12.30 Uhr ließen sich in Niedersachsen 29,2 Prozent der 6,1 Millionen Wahlberechtigten in den Wahllokalen blicken. Bei der Wahl 1998 waren es zu diesem Zeitpunkt bereits 31 Prozent.
In Hessen sind 4,34 Millionen Menschen aufgerufen, über ein neues Landesparlament zu bestimmen. Frankfurt registrierte bis zum Mittag eine Wahlbeteiligung von 18,6 Prozent, dies waren 1,2 Prozentpunkte weniger als bei der Wahl 1999. In der Landeshauptstadt Wiesbaden ließen sich die wähler durch das schlechte Wetter nicht abhalten. Bis 12 Uhr gingen 22,5 Prozent der Berechtigten an die Urnen - 0,1 Prozentpunkte mehr als vor vier Jahren.
Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) zeigte sich bei der Stimmabgabe in Eschborn gut gelaunt. Sein Herausforderer Gerhard Bökel (SPD) gab sich trotz der düsteren Umfrageergebnisse gelassen.
Niedersachsens Regierungschef Sigmar Gabriel (SPD) sagte in seinem Wahllokal in Goslar, er sei trotz des vorausgesagten Machtwechsels nicht nervös. CDU-Kandidat Christian Wulff zeigte sich in Osnabrück siegessicher. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) äußerte sich bei der Stimmabgabe in Hannover nicht zu den Aussichten seiner Partei.
Für Niedersachsen hatten die letzten Umfragen nach 13 Jahren SPD- Landesregierung einen Machtwechsel vorausgesagt. Demnach könnte Wulff neuer Regierungschef werden. Bei der Landtagswahl 1998 hatte die SPD die absolute Mehrheit der Mandate errungen. In Hessen will die CDU/FDP-Koalition unter Ministerpräsident Koch ihre Mehrheit verteidigen. Nach Umfragen hat die Union Chancen auf eine absolute Mehrheit. Der SPD als größten Oppositionspartei mit Spitzenkandidat Gerhard Bökel werden Verluste vorhergesagt.
Die Wahllokale sind noch bis 18.00 Uhr geöffnet.
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