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28.04.2003
 

Wahlkampf

Kohl kritisiert Schröder - und wird mit Wein begossen

Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl hat die angekündigten Arbeits- und Sozialreformen als unzureichend kritisiert. Bundeskanzler Gerhard Schröder wisse, dass "die Agenda 2010" zwar ein Schritt in die richtige Richtung ist, aber noch lange nicht ausreicht".

Bremen - Das Programm werde "ein Flop, weil die wichtigen Probleme nicht angedacht werden", sagte Kohl am Abend vor rund 3000 Zuhörern bei einem Auftritt im Bremer Bürgerschaftswahlkampf.

Vor Beginn seiner mehr als einstündigen Rede hatte ein Zuhörer Kohl ein Glas Wein über den Kopf geschüttet. Der Mann wurde umgehend von Sicherheitskräften abgeführt. Der Alt-Kanzler reagierte gelassen auf die Situation: "Besser als mit Eiern oder Stinkbomben beworfen zu werden. Der einzige Fehler war: Es war kein Pfälzer Wein", sagte Kohl.

Der Spitzenkandidat der Bremer CDU für die Wahlen am 25. Mai, Hartmut Perschau, sagte, die CDU gehe zuversichtlich in den Wahlkampf. Sie habe großen Anteil an den Erfolgen der großen Koalition und wolle diese fortsetzen. Zwar sei Bürgermeister Henning Scherf (SPD) derselben Auffassung, im SPD-Landesvorstand sei eine Mehrheit aber für ein rot-grünes Bündnis. Es bedürfe daher eines guten Wahlergebnisses für die CDU, "um die Politik in der Mitte zu halten".

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