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25.07.2003
 

Leichen-Fotos

"Nicht gerade sehr positiv"

Um die Veröffentlichung von Fotos der getöteten Saddam-Söhne Udai und Kussei ist Streit ausgebrochen. Der Medienbeauftragte der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Freimut Duve, kritisierte die von Washington benutzte "Körpersprache".

Washington - Während das Pentagon die Veröffentlichung der Fotos verteidigt, kritisierte Duve die amerikanische Regierung. In den ARD-Tagesthemen sagte er, die von Washington benutzte "Körpersprache" sei für den Prozess der Demokratisierung im Irak "nicht gerade sehr positiv".

Duve sagte, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die beiden Hussein-Söhne nun als Opfer angesehen würden. Ein Gerichtsverfahren wäre besser gewesen als dieser Umgang mit Bildern.

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld rechtfertigte dagegen die Veröffentlichung der Leichen-Fotos. Es sei zwar keine übliche Praxis, in diesem besonderen Fall aber sei es geboten. "Es ist wichtig für das irakische Volk, sie zu sehen, zu wissen, dass sie tot sind und nicht wiederkommen", sagte Rumsfeld. Es habe keine Chance gegeben, Udai und Kussei Hussein festzunehmen.

Der Frankfurter Völkerrechtler Michael Bothe sprach von einem "schwierigen Abwägungsprozess". Es sei schwer, den USA jetzt einen Vorwurf zu machen, sagte er der Münchner "Abendzeitung".

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