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18.08.2003
 

Regierungskrise in Hamburg

Schill droht offenbar mit Koalitionsbruch

In der Affäre um den Hamburger Innenstaatsrat Wellinghausen droht offenbar eine schwere Regierungskrise. Der Hamburger Innensenator Schill sei bereit, in der Frage um die Zukunft seiner rechten Hand gegebenenfalls die Koalition in Frage zu stellen, heißt es in einem Zeitungsbericht.

 Innensenator Ronald Barnabas Schill will seinen Staatsrat behalten
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DDP

Innensenator Ronald Barnabas Schill will seinen Staatsrat behalten

Hamburg - Die wochenlangen negativen Schlagzeilen haben offenbar Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU) ans Ende seiner Geduld gebracht. Einem Bericht der "Welt" zufolge, will er Walter Wellinghausen entlassen. Dem Blatt zufolge hat von Beust dem parteilosen Staatsrat nahegelegt, selbst um seine Entlassung zu ersuchen.

Gleichzeitig soll Beust Wellinghausen für diese Entscheidung ein Ultimatum bis Dienstagmorgen gestellt haben. Wellinghausen habe die Forderung in einer ersten Reaktion abgelehnt und Schill informiert, schreibt das Blatt.

Wie Schill der Zeitung sagte, ersuchte er selbst bei Beust um ein Gespräch. Dies sei jedoch nicht zu Stande gekommen. "Das habe ich mit Entrüstung zur Kenntnis genommen", sagte Schill. Er wolle das Vorgehen des Bürgermeisters und den Fall seines Staatsrates vor den Koalitionsausschuss bringen. Weitere Konsequenzen, auch bezüglich eines Fortbestehens der Koalition, "schließe ich nicht mehr aus", sagte der Innensenator.

Walter Wellinghausen steht wegen möglicher ungenehmigter Nebentätigkeiten als Vorstandvositzender einer Aktiengesellschaft seit Wochen unter Druck.

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