Düsseldorf - Schill kündigte auf dem Bundesparteitag seiner Partei Rechtsstaatlicher Offensive kündigte an, er werde sich in Zukunft stärker in der Bundespolitik engagieren. "Als Leitfigur möchte ich mich in Landtags- und Kommunalwahlkämpfen einschalten. Programme muss man mit Personen verbinden", sagte der von den Delegierten stürmisch gefeierte Parteigründer am Rande des Kongresses. Der Ehrenvorsitzende der Partei wurde von den 200 Delegierten mit Bravo-Rufen und rhythmischem Klatschen begrüßt.
Als ein Feindbild der etablierten Parteien habe er darauf gewartet, dass ihm irgendwann eine Falle gestellt werde. "Dies ist nun eingetreten", sagte Schill, der vor zwei Monaten von Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU) gefeuert worden war. Im Anschluss an seine Entlassung sei er das Opfer einer beispiellosen Medienkampagne geworden und habe sich zurückgezogen.
Schill werde erneut für das Amt des Hamburger Landesvorsitzenden kandidieren, sagte der Bundesvorsitzende Mario Mettbach. Der Exsenator schloss aber aus, als Spitzenkandidat in die Europawahl zu ziehen. "Meiner Meinung nach ist diese Wahl eine Nummer zu groß für uns. Aber wenn die Partei dabei sein möchte, hat sie meine Unterstützung", sagte Schill. Auch als Spitzenkandidat für die nordrhein-westfälische Landtagswahl stehe er nicht zur Verfügung.
Die Rede Mettbachs wurde im Gegensatz zur Schill-Ansprache von Zwischenrufen und tumultartigen Szenen unterbrochen. Die Delegierten lehnten es aber mehrheitlich ab, über Abwahlanträge gegen Mettbach und den übrigen Vorstand abzustimmen.. Er sprach Schill sein Vertrauen aus, warnte ihn aber vor weiteren Negativschlagzeilen. "Noch so eine Sache wie auf der Pressekonferenz am 19. August kann die Partei nicht vertragen", sagte Mettbach, der in Hamburg als Bausenator fungiert.
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