Berlin - Nach der Irak-Krise ist das Amerikabild der Deutschen beschädigt. Wie eine heute in Berlin veröffentlichte Umfrage des Allensbach-Instituts für die Konrad-Adenauer-Stiftung ergab, bewerten über 71 Prozent der Bundesbürger die Art, wie die USA eigene Interessen vertreten, als rücksichtslos und egoistisch.
Etwa der Hälfte der 2105 Befragten zweifelte die internationale Problemlösungsfähigkeit der Vereinigten Staaten an, da auch im Lande selbst viele Probleme nicht gelöst seien. Auch die Vermutung, dass nur die USA die einzige Führungsmacht seien, die in den Krisengebieten der Welt für Frieden sorgen kann, wird von den Deutschen nicht geteilt. Nur knapp 20 Prozent der Befragten stimmten dem zu.
Trotz der kritischen Haltung zu den USA sind sich die Deutschen allerdings einig, dass gute transatlantische Beziehungen wichtig sind (90,4 Prozent). Ein schlechtes Verhältnis zu den Vereinigten Staaten schade der Wirtschaft, meinten 80,9 Prozent. Mit 67,8 Prozent waren über zwei Drittel der Befragten der Auffassung, dass die Europäer zwar Partner der USA bleiben, aber eine unabhängigere Politik verfolgen sollten als bisher.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Politik | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Deutschland | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH