Hamburg - "Wenn ich in dieser Stadt nichts verändern kann", bekannte Schill, habe er in der Hansestadt auch nichts mehr verloren. Er werde, wie vor der Wahl angekündigt, auswandern - "vermutlich nach Südamerika, wenn sich die Hochrechnung stabilisieren sollte".
Schill rechnete allerdings zuvor in der ARD mit den Medien und den zahlreichen politischen Gegnern ab. Seine neue Partei Pro DM/Schill sei einer "beispiellosen Kampagne" in den Medien ausgesetzt gewesen. Er beklagte, dass 90 Prozent seiner Plakate von Gegnern zerstört worden seien - "mit stillschweigender Billigung des Bürgermeisters". Ole von Beust habe öffentlich erklärt, dass er sich freue, wenn er Schill im Straßenbild nicht so häufig sehen müsse.
Kommentar des ZDF-Moderators Knut Terjung: "Gute Reise, Herr Schill."
Noch schlimmer ging die Wahl für die Regierungspartei Rechtsstaatliche Offensive aus. Sie schaffte gerade mal 0,5 Prozent. Der Innensenator Dirk Nockemann gestand, das sei ein "deprimierendes Ergebnis". Man habe seine Botschaften nicht herüberbringen können und das "positiv besetzte Etikett Schill" an die Gruppierung Pro DM/Schill verloren.
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