Hamburg - Hamburgs CDU gewann nach einer Untersuchung des Psephos-Instituts 165.500 Stimmen hinzu. Davon stammten allein 82.500 von der früheren Partei Schills. Diese Partei Rechtsstaatlicher Offensive (Pro) wurde mit 0,4 Prozent der Stimmen dagegen zur Bedeutungslosigkeit verurteilt. Von der SPD (35.000) und der FDP (13.000) holte die CDU dagegen relativ wenig Stimmen. Das alleine hätte für einen Machtwechsel aber wohl kaum gereicht. Die SPD bekam nur 9500 Wählerstimmen von der ehemaligen Schill-Partei.
Die CDU und Beust kamen nach einer Untersuchung der Landeswahlleitung vor allem bei Rentnern und besser verdienenden Wählern überdurchschnittlich gut an. So gewann die Union bei der Gruppe über 60 Jahre 23,4 Prozentpunkte dazu, bei den 18- bis 24-Jährigen nur 11,2 Prozentpunkte. In Stadtteilen mit hohem Einkommen kam die Union auf 54,2 Prozent, die SPD auf 24,6 Prozent. Doch selbst in eher armen Gegenden lag die Union mit 36,6 Prozent noch vor der SPD mit 35 Prozent.
Schill schaffte es mit seiner neuen Partei ProDM/Schill mit 3,1 Prozent nicht in die Bürgerschaft. Er kam aber in mehreren südlichen Stadtteilen über 5 Prozent. Am stärksten blieb Schill auf der sozial schwachen Elbinsel Wilhelmsburg mit 8,2 Prozent nach 34,9 Prozent 2001. Im Bezirk Harburg glückte ProDM/Schill als einzigem der Sprung in eines der sieben Bezirksparlamente.
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