Hannover - Der junge Mann aus dem kleinen Dorf Waffensen im Kreis Rotenburg/Wümme bei Bremen habe die Programmierung des Wurms gestanden, sagte am Samstag der Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) Niedersachsen, Detlef Ehrike, in Hannover. Am Vortag hatten Beamte das Elternhaus des 18-Jährigen durchsucht und dabei umfangreiches Beweismaterial sicher gestellt. Nach seiner Vernehmung kam der Schüler wieder auf freien Fuß.
"Sasser" hatte sich seit Freitag vorvergangener Woche in rasantem Tempo verbreitet und weltweit Millionen Computer von Privatpersonen und Unternehmen infiziert. Er nutzte eine Lücke in Microsofts Betriebssystemen Windows XP und 2000. Die Computer zeigten erst eine Fehlermeldung und stürzten dann binnen 60 Sekunden ab.
"Wir ermitteln wegen Computer-Sabotage", sagte Ehrike. Darauf stünden Strafen bis zu fünf Jahren Haft. Der entscheidende Hinweis auf den Autor des Wurms sei von Microsoft selbst gekommen. Daraufhin seien Beamte des LKA und der Staatsanwaltschaft Verden aktiv geworden.
"Ein echter Schaden im eigentlichen Sinne ist zwar nicht entstanden. Es wurden zum Beispiel keine Dateien zerstört", erklärte der Sprecher des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Michael Dickopf. Da jedoch die Computer immer wieder abgestürzt seien und die Menschen nicht mehr arbeiten konnten, habe es erhebliche Produktionsausfälle gegeben.
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