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18.09.2004
 

Altersversorgung

Dramatische Einbrüche bei der Rentenversicherung

Der gesetzlichen Rentenversicherung geht es deutlich schlechter als von der Bundesregierung prognostiziert. Nach vorläufigen Schätzungen gab es bei den Beitragseinnahmen in den Sommermonaten katastrophale Einbrüche. Mehreren Versicherern könnte bereits im Oktober das Geld ausgehen.

Hamburg - Sozialministerin Ulla Schmidt (SPD) hatte für das Gesamtjahr eigentlich ein Einnahmeplus von 0,6 Prozent erwartet. Nach Informationen des SPIEGEL hat es gemäß vorläufiger Schätzungen vor allem im Juli und im August - zunächst bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte, dann bei den Landesversicherungsanstalten - einen katastrophalen Einbruch gegeben.

Die Ursache dafür waren Kürzungen bei Gehältern und Urlaubsgeld sowie die ungebrochen schlechte Lage auf dem Arbeitsmarkt: Seit Monaten gehen an jedem Werktag etwa 2000 sozialversicherungspflichtige Jobs verloren.

Weil in der Rentenkasse zudem die Reserven nahezu aufgebraucht sind, rechnen mehrere Versicherer nun damit, dass ihnen spätestens im Oktober das Geld ausgehen könnte. Für diesen Fall müsste Finanzminister Hans Eichel mit Steuermitteln einspringen. Schlimmstenfalls, heißt es, müsse für das kommende Jahr sogar der Rentenbeitrag von derzeit 19,5 Prozent des Bruttolohns erhöht werden.

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