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20.12.2004
 

Gehaltsdebatte

Auch Merkels Entlohnung auf dem Prüfstand

Die CDU hat offenbar Angst vor weiteren unschönen Affären um die Bezüge führender Mitglieder. Um unliebsamen Überraschungen zu entgehen, überprüft die Partei einem Zeitungsbericht zufolge auch die Gehälter von Angela Merkel.

Leipzig - Es gehe dabei um die vorübergehende Gehaltszahlung für Angela Merkel als CDU-Chefin aus der Parteikasse, berichtet die "Leipziger Volkszeitung". Merkel war die erste CDU-Bundesvorsitzende, die mit Amtsantritt am 10. April 2000 bis zu ihrer Wahl als Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion am 24. September 2002 ein offizielles Gehalt als Parteichefin von rund 10.000 Euro bezogen hat, wie das Blatt schreibt. Die Parteichefs vor ihr waren entweder Kanzler oder parallel Fraktionschefs und erhielten dadurch eine überdurchschnittliche Bezahlung und folglich von der Partei kein Chef-Gehalt.

Möglicherweise habe Merkel aber über "einige Monate" neben ihren Abgeordneten-Diäten und der ebenso hohen Zusatz-Entschädigung als Fraktionschefin auch noch das CDU-Chef-Salär erhalten, berichtet das Blatt unter Berufung auf einen "mit den Finanzen gut vertrauten Unions-Politiker".

Merkels Sprecherin wies die Vorwürfe am Vormittag zurück. Sie habe kein doppeltes Gehalt als Partei- und als Fraktionsvorsitzende der Union im Bundestag bezogen.

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