Berlin - "Weihnachten erinnert uns daran, dass wir uns umeinander kümmern sollen", sagte Köhler. Es gebe "viele Möglichkeiten, für einen anderen da zu sein". Das Kümmern um andere könne damit beginnen, "das wir einfach mal zuhören und einem Fremden ein Lächeln schenken". Der Bundespräsident unterstrich: "Mitmenschlichkeit fängt im Kleinen an."
Köhler sagte weiter, er habe bei vielen Begegnungen überall in Deutschland erlebt, wie Menschen füreinander da seien und sich gegenseitig unterstützten. Diese Beispiele machten Mut und zeigten, dass es "in unserem Land viele Menschen mit guten Ideen" gebe. Manchmal habe er den Eindruck, "die Menschen in unserem Land sind schon weiter als die Politik".
Zugleich mahnte das Staatsoberhaupt, jeder Einzelne könne seinen Beitrag zur Bewältigung der großen Aufgaben in Deutschland leisten. Von der Politik erwarte er dabei, dass sie "klar und wahrhaftig" handelt und "den Menschen nichts vormacht". Dazu gehöre auch der Parteienstreit. Es müsse aber auch erkannt werden, "dass unsere Kinder und Enkel nur dann eine gute Zukunft haben können, wenn wir Veränderungen wagen". Köhler betonte: "Ich bin zuversichtlich. Es wird gut ausgehen, wenn wir den Mut finden, uns auf die Kraft der Freiheit und Mitmenschlichkeit zu besinnen."
Köhler rief die Deutschen ferner auf, den zu Weihnachten Diensttuenden zu danken: "Der Polizist, die Krankenschwester, der Busfahrer - gerade heute sollten wir an die denken, die für uns Dienst tun." Dankbarkeit hätten auch all jene verdient, die sich freiwillig und ehrenamtlich, zu Hause und in aller Welt für ihre Mitmenschen einsetzten. Allen, denen es zu Weihnachten nicht so gut geht, wünschte Köhler, "dass es für Sie bald wieder aufwärts geht".
Die Rede wird morgen abend um 20.05 Uhr ausgestrahlt.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Politik | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Deutschland | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH