"Ich habe 'Ben Wisch' 1986 in Nicaragua kennengelernt, am Tag der Befreiung der acht von den Contras entführten Deutschen, unter denen auch ich war. Wir waren nach fast einem Monat im Dschungel und in den Bergen physisch und psychisch am Ende, und erst der ruhige und völlig undramatische Auftritt Wischnewskis signalisierte uns: Jetzt sind wir in Sicherheit.
Dabei waren die Verhandlungen mit den Contras alles andere als undramatisch gewesen, aber Ben Wisch hatte, offiziell im Auftrag unserer Angehörigen, nicht aufgegeben. Einige Wochen später haben wir uns noch einmal mit ihm getroffen, um die ganze Geschichte zu diskutieren - aus persönlicher und politischer Sicht.
Er war in unserer Gruppe, die aus Linken, Christen, Medizinern und sozial Engagierten bestand, nicht unumstritten. Aber für ihn machte das keinen Unterschied. Er hat uns rausgehauen, und ich persönlich bin ihm dafür bis heute dankbar. Was das Verhandeln und die Sensibilität für kritische Situationen betrifft, war er einfach großartig und ein Vorbild. Nun, damals wie heute bin ich in der Entwicklungspolitik, und ich kann Ben Wisch auf seinem letzten Weg eines garantieren: La lucha continua - der Kampf geht weiter."
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