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25.06.2005
 

Linksbündnis

NPD gibt Unterwanderung der WASG zu

Bisher hatte die rechtsextreme NPD nur kokettiert, sie habe die Linkspartei WASG unterwandert. Erstmals hat der NPD-Vorsitzende nun die Installation von Polit-Spitzeln zugegeben.

NPD-Bundesvorstand: Informanten beim politischen Rivalen
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DDP

NPD-Bundesvorstand: Informanten beim politischen Rivalen

Hamburg - "Wir haben von Anfang an Mitstreiter in die WASG geschickt", behauptete der NPD-Vorsitzende Udo Voigt heute während eines Listenparteitags zur Bundestagswahl der rechtsextremen NPD in Sachsen. Genaue Zahlen zu eingeschleusten Mitgliedern wollte er allerdings nicht nennen. Es seien Leute unter anderem aus den so genannten freien Kameradschaften und aus dem nationalen Lager platziert worden, sagte Voigt. Das sei logisch, wenn etwas gegen die NPD gegründet werde.

Diese politischen Spione sollen nach den Worten Voigts dafür sorgen, dass in der WASG rechte Positionen übernommen werden. Außerdem sei es wichtig zu erfahren, was eine Linkspartei plane, die gegründet worden sei, um den Einzug der NPD in den Bundestag zu verhindern.

Erstmals kam das zu Jahresbeginn vereinbarte bundesweite Wahlbündnis von DVU und NPD zum Tragen. Danach können 15 Kandidaten zur Bundestagswahl auf Vorschlag der DVU auf die NPD-Listen kommen. Zur Europawahl sollen NPD-Kandidaten auf DVU-Listen stehen. DVU-Bundeschef Gerhard Frey verteidigte das Bündnis vor Kritikern aus den eigenen Reihen. Im September vergangenen Jahres waren NPD und DVU nach vorherigen Absprachen mit 9,2 und 6,1 Prozent in die Landtage von Sachsen und Brandenburg gekommen.

Auf Platz eins der Landesliste kam der Vorsitzende der NPD-Fraktion im sächsischen Landtag, Holger Apfel, auf Platz zwei der von der DVU nominierte parteilose Kandidat aus Coburg, Harald Neubauer, Ex-Generalsekretär der Republikaner. Auf Platz drei steht NPD- Landeschef Winfried Petzold.

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