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23.07.2005
 

Hartz-Versagen

Reform zur Förderung junger Arbeitsloser erfolglos

Die Förderung arbeitsloser Jugendlicher im Zuge der Hartz-IV-Reform kommt nur schleppend voran. Die Zahl junger Arbeitslosengeld-Empfänger steigt weiter, ein Großteil der Jobsuchenden ist bereits länger als drei Monate ohne Beschäftigung.

Hamburg - Laut Gesetz wollte Wirtschaftsminister Wolfgang Clement allen unter 25-Jährigen bereits in diesem Jahr umgehend einen Arbeitsplatz, eine Ausbildung oder eine Beschäftigungsmaßnahme anbieten, wenn sie zu Hartz-IV-Beziehern werden. Doch dieses Ziel wird er kaum erreichen, wie nach Informationen des SPIEGEL aus einem internen Bericht der Bundesagentur für Arbeit an den Ressortchef hervorgeht.

Danach ist die Zahl jugendlicher Arbeitslosengeld-II-Empfänger allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres von knapp 205000 auf gut 255000 gestiegen. Lediglich 70000 junge Menschen nehmen derzeit an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teil. Zudem lag der Anteil der Jobsuchenden unter 25 Jahren, die länger als drei Monate arbeitslos gemeldet sind, im Juni bei über 70 Prozent.

Ursprünglich hatte Clements Ministerium geplant, dass bereits in diesem Jahr kein Jugendlicher länger als drei Monate im Status "arbeitslos" verweilen soll. Nun sollen die Job-Center umgehend eine Vermittlungsoffensive starten, um die Jugendarbeitslosigkeit doch noch zu drücken.

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