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10.08.2005
 

Wahlergebnis

Stoiber fordert von Merkel 42 bis 45 Prozent

Dem Kompetenzteam der Union für den Wahlkampf will er nicht angehören, dafür gibt Edmund Stoiber Erfolgsziele aus: "42 bis 45 Prozent. Das können und müssen wir erreichen", sagte der CSU-Chef über die Wahlchancen der Kanzlerkandidatin Merkel - und rühmte seine eigenen Verdienste.

Hamburg - Seine Kanzlerkandidatur im Jahr 2002 sei "ein ganz erheblicher Beitrag" gewesen, dass Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU) nun die Wahl gewinnen könne, sagte Stoiber dem "Stern". Das Potential der Union bei der geplanten Bundestagswahl im September liege deutlich über 40 Prozent. Mit Stoiber hatte die Union vor drei Jahren 38,5 Prozent erzielt.

Über seine eigene Rolle nach einem möglichen Wahlsieg der Union wollte sich Stoiber nicht äußern. Er werde erst "nach der Wahl in aller Ruhe erörtern", ob er als Minister nach Berlin wechselt. Dagegen werde der frühere CDU-Vorsitzende Wolfgang Schäuble Mitglied des Kompetenzteams, das Kanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU) in der kommenden Woche vorstellen will. Schäuble "war immer der Kopf der Außen- und Sicherheitspolitik. Er wird eine große Rolle im Kompetenzteam spielen", sagte Stoiber dem "Stern". Stoiber selbst will dem Team nicht angehören.

Der CSU-Chef ließ durchblicken, dass nach der Wahl in Michael Glos, dem Vorsitzenden der CSU-Landesgruppe, erstmals ein christsozialer Politiker die gemeinsame Bundestagsfraktion mit der CDU führen könne: "Michael Glos ist unser Spitzenmann in Berlin und wird natürlich hohe Verantwortung übernehmen", sagte Stoiber.

Merkel und Stoiber sowie weitere Spitzenpolitiker der Union treffen sich heute in Berlin, um über die Wahlkampfstrategie und das Wahlkampfteam zu beraten. Laut einer neuen Umfrage hat die Union deutlich an Zustimmung bei den Wählern verloren. CDU und CSU fielen im Vergleich zur Vorwoche um drei Punkte auf 42 Prozent zurück, wie das Forsa-Institut im Auftrag des "Stern" und des TV-Senders RTL ermittelte. Die SPD legte demnach um zwei Punkte auf 28 Prozent zu. FDP und Grüne lagen unverändert bei je sieben Prozent, die Linkspartei blieb bei zwölf Prozent.

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