Berlin - Laut einer heute veröffentlichten Forsa-Umfrage im Auftrag von "Stern" und RTL kamen CDU und CSU wie in der Vorwoche auf 43 Prozent. Die FDP legte um 1 Punkt auf 8 Prozent zu und konnte damit erstmals seit langer Zeit wieder die Grünen überholen. Gemeinsam erreichen Union und FDP damit 51 Prozent, wenn bereits an diesem Sonntag gewählt würde. Die SPD blieb wie in der Vorwoche bei 29 Prozent, auch der grüne Koalitionspartner konnte sich nicht verbessern und kommt auf 7 Prozent. Die Linkspartei verliert der Umfrage zufolge weiter an Zustimmung und liegt derzeit bei 9 Prozent, 1 Punkt niedriger als in der Vorwoche.Forsa befragte für die Umfrage im Auftrag von "Stern" und RTL 2508 Bundesbürger zwischen dem 15. und 19. August.Kanzler Gerhard Schröder erwägt nach den Worten des stellvertretenden Regierungssprechers Thomas Steg keine Bildung einer Ampel-Koalition nach der Bundestagswahl im September. Steg betonte: Der Bundeskanzler setze alles daran, die SPD so stark wie möglich zu machen, um die Voraussetzung zu schaffen, die Regierungsarbeit fortzusetzen. Schröder habe die "ganz klare Haltung", dass im Wahlkampf nicht die Zeit sei, über Regierungskonstellationen zu reden. Es gebiete auch der Respekt vor dem Wähler, zunächst das Ergebnis vom 18. September abzuwarten. Erst dann komme die Zeit, sich Gedanken über die Regierungsbildung zu machen. Nach Informationen des SPIEGEL bringen die Strategen aus Kanzleramt und Willy-Brandt-Haus ein Ampelbündnis ins Gespräch, das auch im Fall einer Wahlniederlage der SPD den Machterhalt sichern könnte. Rechnerisch wäre ein rot-gelb-grünes Zusammengehen möglich bei einem schwachen Ergebnis von CDU/CSU und FDP sowie einem Ergebnis der Grünen von 9 Prozent und der SPD von 33 Prozent. Einer der engsten Kanzlerberater sagte dem SPIEGEL: "Jetzt ist das eine Luftbuchung, aber wenn die Zahlen es hergeben, wird daraus eine Perspektive." SPD-Vorstandsmitglied Sigmar Gabriel hatte bereits vor einer Woche öffentlich eine Ampel-Debatte "nicht so weit wegschmeißen" wollen.
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