Berlin - Nach der heute veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Fernsehsenders "RTL" und des Magazins "Stern" kämen Union und FDP zusammen nur noch auf 48 Prozent der Wählerstimmen. Zum ersten Mal seit vielen Wochen würde es damit nicht mehr für eine regierungsfähige Mehrheit der möglichen Koalitionspartner reichen. SPD, Grüne und Linkspartei kämen zusammen auf 49 Prozent.
Bei der Frage, wer Kanzler werden soll, gewann Merkel nach dem TV- Duell vom Sonntag einen, Schröder vier Prozentpunkte. Damit liegt Schröder mit 48 Prozent jetzt 17 Punkte (Vorwoche: 14 Punkte) vor seiner Herausforderin.
Forsa-Chef Manfred Güllner kommentierte: "Es ist der SPD offensichtlich gelungen, aufgrund des guten Eindrucks von Gerhard Schröder beim TV-Duell einen Teil der bislang unentschlossenen SPD-Wähler wieder zurückzuholen." Wenn sich diese Entwicklung stabilisiere, werde es knapp für Schwarz-Gelb.
Auch in der Umfrage des Instituts Emnid für die "Berliner Morgenpost" holt die SPD auf, noch steht aber die Mehrheit von Union und FDP. Die Sozialdemokraten verbesserten sich danach um zwei Prozentpunkte auf 32 Prozent der Wählerstimmen. Die Union lag unverändert bei 42 Prozent. Auch FDP und Grüne veränderten ihre Werte nicht und kamen auf jeweils sieben Prozent. Die Linkspartei verschlechterte sich um einen Prozentpunkt auf neun Prozent.
Damit liegt Schwarz-Gelb nach der Emnid-Umfrage mit 49 Prozent immer noch vor SPD, Grünen und Linkspartei mit 48 Prozent. Diese Umfrage wurde zwischen dem 29. August und dem 5. September und damit nur zum Teil nach dem TV-Duell am 4. September erhoben.
Schröder hatte das Duell nach Umfragen unmittelbar nach der Sendung für sich entscheiden können.
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