Reutlingen - Einem Bericht des "Reutlinger General-Anzeigers" zufolge hatte sich Andreas Renner bei einer Betriebsbesichtigung in Gomaringen im Kreis Tübingen über Bush geäußert. Der CDU-Politiker bestätigte seine Aussage gegenüber der Nachrichtenagentur dpa und erneuerte gleichzeitig seine Kritik am US-Präsidenten: "Bei uns würde das kein Politiker durchhalten, wenn er so handeln würde wie Bush."
Die Betriebsbesichtigung in Gomaringen habe in einem kleinen Kreis stattgefunden, dabei sei die Sprache auf die Flutkatastrophe im Süden der USA gekommen. "Da kann einem schon der Kamm schwellen", sagte Renner. Der von ihm gewählte Ausdruck sei gebräuchlich in der Umgangssprache. Er habe niemanden aufgefordert, "Raketen auf Bush zu feuern". Er rufe auch nicht zur Gewalt an Politikern auf, sagte der Minister. Am Mittwochabend entschuldigte er sich dennoch: "Ich nehme meine Wortwahl mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück", sagte er.
Nach einem angeblichen Vergleich von Bush mit Adolf Hitler hatte die damalige Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) 2002 ihr Amt abgegeben. Damals war sie im "Schwäbischen Tagblatt" mit den Sätzen zitiert worden: "Bush will von seinen innenpolitischen Schwierigkeiten ablenken. Das ist eine beliebte Methode. Das hat auch Hitler schon gemacht."
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