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25.09.2005
 

Nachwahl in Dresden

Kopf-an-Kopf-Rennen im Wahlkreis 160

Eine Woche vor der Nachwahl im Dresdener Wahlkreis 160 liegt der CDU-Kandidat knapp vorne, unterstützt durch eine Zweitstimmen-Kampagne der FDP. Weil die Dresdener die endgültige Sitzverteilung im Bundestag bestimmen, schicken alle Parteien Prominente an die Elbe.

In Dresden geht der Wahlkampf weiter: Umkämpftes Direktmandat im Wahlkreis 160
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DDP

In Dresden geht der Wahlkampf weiter: Umkämpftes Direktmandat im Wahlkreis 160

Dresden - Mit schwarz-gelben Plakaten und dem Slogan "Typisch Dresden" hat die FDP in der sächsischen Landeshauptstadt eine Kampagne für die Aufteilung der Stimmen zwischen CDU und FDP gestartet. Hier, im Wahlkreis 160, muss die Bundestagswahl wegen des Todes einer NPD-Kandidatin am kommenden Sonntag nachgeholt werden. "Unser Ziel für die Nachwahl ist die Stärkung des bürgerlichen Lagers und des sächsischen Einflusses im Bundestag", begründete die FDP ihre Zweitstimmen-Kampagne.

Die Kampagne soll dem CDU-Direktkandidaten Andreas Lämmel zugute kommen. Er liegt nach einem Bericht der "Sächsischen Zeitung" bei den Erststimmen mit 32 Prozent knapp vor seinen Mitbewerbern. Die SPD-Kandidatin Marlies Vollmer kommt demnach auf 30 Prozent.

Wie die "Sächsische Zeitung" weiter berichtet, gaben 29 Prozent von 802 Befragten an, sie würden der CDU ihre Zweitstimme geben, wenn die Nachwahl schon jetzt wäre. Die SPD kam auf 28 Prozent. 40 Prozent hatten sich noch nicht entschieden. Die Umfrage wurde vom Institut für Meinungsforschung Leipzig vorgenommen.

Über die Hälfte der FDP-Anhänger unter den Befragten sagte, sie würden den CDU-Kandidaten wählen. Die SPD-Bewerberin kann auf Erststimmen-Unterstützung eines kleineren Teils der Grünen- und Linkspartei-Anhänger hoffen. Volkmer warb ausdrücklich um Grünen-Stimmen. "Es wäre vernünftig, wenn die Grünen-Wähler über ihre Erststimme nachdenken", sagte sie der Zeitung. Die Grünen seien bei der Erststimme chancenlos.

Schlager für die SPD

Das Wahlergebnis im Wahlkreis 160 hat Einfluss auf die endgültige Sitzverteilung im Bundestag. Allerdings ist es so gut wie unmöglich, dass die Dresdner die Mandatsmehrheit der CDU/CSU-Fraktion wieder in Frage stellen. Trotzdem werden alle Parteien einen massiven Schlusswahlkampf um die Stimmen der "160er" führen, weil sie aus dem Stimmverhalten der rund 219.000 Wahlberechtigten einen Trend ableiten.

So werden sowohl Unionskanzlerkandidatin Angela Merkel als auch Bundeskanzler Gerhard Schröder an der Elbe erwartet. Schröder hat sich für kommenden Freitag beim "SPD- Oktoberfest" auf den Elbwiesen angesagt. Am Fährgarten Johannstadt will der Kanzler am frühen Abend eine Rede halten. Vorher singt Roland Kaiser. Der Schlagersänger ist in Dresden äußerst beliebt. Der ostdeutsche Schlagerstar Dagmar Frederic ist ebenfalls mit von der Partie.

Am selben Tag will auch die Unionskanzlerkandidatin erneut an die Elbe kommen. Merkel wird laut dem sächsischen CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer am Nachmittag sprechen. In welchem Rahmen, ist noch nicht abschließend geklärt. In den Medien wird von einer Großveranstaltung gesprochen.

Bereits am Sonntag präsentierte sich Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) bei einer "Tour de Marlies" sportlich als Radfahrer. Die Aktion für SPD-Kandidatin Marlies Volkmer führte als "roter Fahrradkorso" durch den Wahlkreis Dresden I. Am kommenden Dienstag wird SPD-Parteivize und Bundestagspräsident Wolfgang Thierse erwartet. Dann will auch Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust (CDU) in Dresden für die Union werben.

Einen Tag später will FDP-Parteichef Guido Westerwelle in Begleitung weiterer Spitzenliberaler anreisen. Parallel wirbt der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulf (CDU) im Restaurant Schillergarten für die Union. Die Grünen bieten an diesem Tag Verbraucherschutzministerin Renate Künast im Wahlkampf auf.

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