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03.01.2006
 

Gesundheitspolitik

SPD signalisiert Kompromissbereitschaft

Im Streit der Großen Koalition um die Gesundheitsreform sendet die SPD Zeichen der Kompromissbereitschaft. Gesundheitsfachmann Lauterbach nannte den Vorschlag der Union "machbar", wonach die Versicherung von Kindern künftig über Steuern finanziert werden soll.

Berlin - Das von den Sozialdemokraten favorisierte Modell der Bürgerversicherung sei derzeit nicht durchsetzbar, räumte der frühere Regierungsberater und jetzige SPD-Abgeordnete Karl Lauterbach heute im RBB ein. Er selbst und die SPD als Partei hätten das akzeptiert. Als machbar bezeichnete es Lauterbach jedoch, den Vorschlag der Union aufzugreifen und die Kinderversicherung nicht mehr über Beiträge, sondern über Steuern zu finanzieren.

Karl Lauterbach: "Sehr gut für den Arbeitsmarkt"
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Karl Lauterbach: "Sehr gut für den Arbeitsmarkt"

Außerdem könnte die Versicherungspflichtgrenze ein wenig erhöht werden, sagte Lauterbach. Er nannte jedoch keine konkrete Zahl. Das mache es den Gutverdienenden etwas schwerer, in eine private Versicherung zu wechseln. Derzeit verliere das gesetzliche System zwischen 200.000 und 400.000 Mitglieder pro Jahr an die private Krankenversicherung.

Mit diesen beiden Maßnahmen könnten nach seiner Auffassung die Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen um etwa eineinhalb Punkte gesenkt werden: "Das wäre sehr gut für den Arbeitsmarkt."

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