Berlin - Die Anforderung Wolfgang Schäubles (CDU) stehe in einem Schreiben an Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU), berichtete die Tageszeitung "Die Welt". Dieser wolle in Kürze darüber entscheiden. Der Vorgang werde derzeit bearbeitet, meldete das Blatt unter Berufung auf die Sprecher der beiden Ministerien weiter.
Die unter Nato-Kommando stehenden Awacs müssten beim Militärausschuss in Brüssel beantragt werden. Die Maschinen, in denen auch Soldaten der Bundeswehr mitfliegen, sollten den Luftraum über den Stadien kontrollieren und drohende Terroranschläge frühzeitig erkennen. SPD und Grüne unterstützten den Einsatz der Awacs zur Fußball-WM. "Das ist eine Selbstverständlichkeit. Die Bundeswehr kann mit Awacs-Flugzeugen den Luftraum überwachen und logistische Hilfe geben", sagte SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz dem Blatt.
Auch sein Kollege von den Grünen, Berlins Ex-Justizsenator Wolfgang Wieland, hat gegen die Awacs im "Wege einer Amtshilfe" nichts einzuwenden. Denn die Polizei verfüge nicht über eine solche Luftaufklärung. Die Awacs sind im nordrhein-westfälischen Geilenkirchen bei Aachen stationiert. Mit ihrem Ufo-förmigen Radar auf dem Rücken können die vierstrahligen Boeings den Luftraum in einem Umkreis von bis zu 500 Kilometern überwachen. Die Nato hatte im vergangenen Jahr bereits den Papst mit Awacs geschützt. Während des Besuchs von Papst Benedikt XVI. beim Weltjugendtag in Köln überwachten sie den Luftraum.
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