Berlin - "Warum sollte sich die Regierung für etwas entschuldigen, was in Ausübung der Pressefreiheit passiert ist?", sagte Schäuble der "Welt". "Wenn sich da der Staat einmischt, dann ist das der erste Schritt zur Einschränkung der Pressefreiheit." Andererseits müsse die Presse "mit dem, was sie anstellt, selbst umgehen".
Radikale Palästinenser hatten mit der Entführung von Dänen, Franzosen, Norwegern und Deutschen gedroht, falls sich die Regierungen dieser Staaten nicht formell für die Karikaturen entschuldigten, die unter anderem den Propheten Mohammed mit einem Bombenturban zeigen.
Auslöser des Streits sind zwölf Karikaturen, welche die "Jyllands-Posten" im September unter der Überschrift "Die Gesichter Mohammeds" veröffentlicht hatte. Zeitungen in Deutschland, Frankreich, Italien, Norwegen und Spanien druckten sie ganz oder teilweise nach. Moslems in aller Welt verbrennen aus Empörung über die Bilder dänische Flaggen und rufen zum Boykott dänischer Produkte auf.
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