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Umfrage SPD nähert sich Schröder-Tief

Alarmierende Daten für die SPD: 18 Tage vor den Wahlen in drei Bundesländern kommen die Sozialdemokraten in einer neuen Umfrage nur noch auf 27 Prozent – die Union hat jetzt 14 Prozentpunkte Vorsprung auf ihren Juniorpartner in der Koalition. Kanzlerin Merkel strotzt vor Selbstbewusstsein.

Hamburg - Schlechter könnte die Ausgangslage für die SPD knapp drei Wochen vor den Wahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt kaum sein. Nach der heute in Hamburg veröffentlichten wöchentlichen Politumfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von "Stern" und RTL legen CDU und CSU in der Wählergunst im Vergleich zur Vorwoche um zwei Punkte auf 41 Prozent zu. Die SPD fällt dagegen um einen Punkt auf 27 Prozent. Sie liegt damit 14 Punkte hinter den Unionsparteien.

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Die Sozialdemokraten rutschen damit wieder in Regionen wie in den schlechtesten Zeiten der Regierung Schröder. Nach dem Sieg der CDU bei der Hamburg-Wahl hatte das ZDF-"Politbarometer" im März 2004 ein historisches Tief für die SPD gemessen: In der aktuellen politischen Stimmung lag die SPD damals bei 21 Prozent, in der Projektion ("Wenn am Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre...") kamen die Sozialdemokraten damals auf 28 Prozent.

Die FDP kommt bei der aktuellen Forsa-Umfrage wie in der Vorwoche auf zehn Prozent. Die Linkspartei sinkt um einen Punkt auf acht, die Grünen erreichen wie in der Vorwoche neun Prozent. Für die "sonstige Parteien" würden sich fünf Prozent der Wähler entscheiden. Es wurden 2.502 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger befragt.

"Verspreche lieber weniger"

Anlässlich des heutigen Internationalen Frauentages warnte Bundeskanzlerin Angela Merkel vor unhaltbaren Versprechungen. In einem Interview der "Bild"-Zeitung sagte Merkel, sie verspreche nicht mehr als sie halten könne. Sie fügte hinzu: "Das war in früheren Regierungen nicht immer so, und das hat dazu geführt, dass Politikern weniger vertraut wird. Ich verspreche lieber weniger, und das tritt dann auch ein." Realität und Erwartung müssten näher zusammenrücken. Es sei vielleicht auch eine weibliche Eigenschaft, Realität und Erwartungen zusammenzubringen.

Es sei charakteristisch für ihre Regierung, dass sie "erst Chancen" sehe und dann die Risiken, "mehr Mut für Neues, weniger Angst vor Unerwartetem, ein realistisches Verständnis der Schwächen und der Stärken unseres Landes", betonte die Kanzlerin. Den Internationalen Frauentag halte sie für "wichtig". Er erinnere daran, "dass wir schon einiges erreicht haben bei der Gleichstellung von Frau und Mann". Und er mahne, auch heute nicht nachzulassen im Kampf gegen die Benachteiligung von Frauen in vielen Teilen der Welt.

Auf die Frage, ob es weibliche Führungstricks gäbe, auf die Männer nicht vorbereitet seien, antwortete die CDU-Chefin: "Ich habe manchmal den Eindruck, sie rechnen nicht unbedingt mit meiner direkten Art, mit der ich ihnen Dinge auch völlig offen sage und nicht hintenrum." Allen Frauen, die etwas bewegen wollen, rät die Bundeskanzlerin: "Immer der eigenen Intuition folgen."

Der Internationale Frauentag soll an das Menschenrecht der Gleichbehandlung von Frau und Mann in Gesellschaft, Arbeitswelt und Familie erinnern. Er geht auf eine Initiative der deutschen Feministin und Sozialistin Clara Zetkin bei der II. Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz im August 1910 in Kopenhagen zurück.

lan/AP/ddp

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