Berlin - "Die Kanzlerin hat den Konflikt nicht befriedet", sagte Nahles der "Berliner Zeitung". Merkels Aussagen in der Haushaltsdebatte des Bundestages seien nicht klar genug gewesen. "Wenn wir die Vereinbarung des Koalitionsvertrags nicht durchkriegen, dann lassen wir es ganz", sagte Nahles.
Kritik kam auch vom konservativen Seeheimer Kreis der SPD. "Die Union muss sich klar werden, was sie eigentlich will", sagte Seeheimer-Sprecher Klaas Hübner der Zeitung.
Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SPD) hatte die Änderungen am Kündigungsschutz wegen des Koalitionsstreits über das Thema auf Eis gelegt. Er warf Teilen von CDU und CSU vor, eine Ausweitung der Probezeit in den Koalitionsverhandlungen durchgesetzt zu haben, nun aber davon abzurücken. Entweder werde das Vereinbarte umgesetzt oder es bleibe bei den geltenden Regeln.
Merkel reagierte auf Münteferings Einlassungen mit einem Machtwort und erteilte Änderungswünschen aus ihrer Partei eine Absage. "Jetzt lasst uns doch erstmal das machen, was wir uns vorgenommen haben", sagte sie im Bundestag. Die Koalitionsspitzen wollen den Streit kommende Woche klären.
Unterstützung bekam Merkel von Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU). Er trat Forderungen aus den eigenen Reihen entgegen, bei der Reform des Kündigungsschutzes den Koalitionsvertrag neu zu verhandeln. "Wir werden beim Kündigungsschutz die Koalitionsvereinbarung umsetzen", beteuerte er in der "Saarbrücker Zeitung". "Bevor die Wirkung der Neuregelung noch nicht klar ist, brauchen wir gar nicht diskutieren, was darüber hinaus gemacht werden muss." Allerdings müsse auch diese Reform darauf überprüft werden, ob sie ausreiche.
Proteste wie in Frankreich fürchte er nicht, sagte der CDU-Politiker. Deutschland und Frankreich seien nicht vergleichbar, "weil wir bei uns eine ganz andere soziale Sicherung haben". Kauder sagte, die Koalition werde sich daran "messen" lassen, ob nach vier Jahren eine Trendwende auf dem Arbeitsmarkt erreicht sei.
CSU-Generalsekretär Markus Söder ermahnte die SPD dagegen zu Reformbereitschaft in der Arbeitsmarktpolitik. Hauptaufgabe der Bundesregierung sei die Schaffung von Arbeitsplätzen, sagte er in der "tz". Dabei müsse die SPD "manchen ideologischen Ballast über Bord werfen". "Für uns zählen keine Parteitagsbeschlüsse, sondern die Realität", sagte Söder.
als/Reuters/ddp
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Hallo, oder panzer bauen und krieg spielen. Das hat die schon ganz genau etxra so gesagt denn im prinzip hat sie ja nicht mal unrecht. Ob ihr selber klar wird also der frau merkel das sie damit betimmten leuten tor und tür [...] mehr...
Das Problem des derzeitigen Kündigungsschutzes ist es, dass er zwar scheinbar ehrenwerten Motiven entspringt, aber am Ende größere Kollateralschäden anrichtet als er Nutzen hat. Und zwar für alle. mehr...
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Hallo, hier wird auch klar worauf unsere politik setzt und das ist der export. Für den export scheint das ja nur ein vorteil zu sein wenn ich das geld nach oben verteile weil dann wird ja D für kapital interssant. NUR die [...] mehr...
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