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31.03.2006
 

Schulgewalt

Merkel wirft Berliner Senat Mitschuld vor

Bundeskanzlerin Merkel hat in die Diskussion um die Rütli-Schule in Berlin eingegriffen. Auf dem Landesparteitag der Hauptstadt-CDU griff sie die rot-rote Regierung Berlins kräftig an. Sie warf der Schulverwaltung vor, ihre Pflichten zu vernachlässigen.

Berlin - Die SPD/PDS-Regierung unter dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit habe falsche Akzente in der Bildungspolitik gesetzt, sagte Merkel heute auf dem Landesparteitag der CDU in Berlin. Die Gewaltprobleme an der Rütli-Schule zeigten das jetzt. Wer wegschaue und Probleme nicht löse, könne nicht erwarten, dass gut über ihn gesprochen werde, sagte Merkel weiter. Der Senat hatte den Brief mit einem Hilferuf der Lehrer bereits seit vier Wochen vorliegen, aber nicht reagiert.

Merkel räumte allerdings ein, dass auch die CDU in Berlin den Schwerpunkt nicht immer so gesetzt habe, wie es nötig gewesen wäre. "Aber sie hat die Dinge wenigstens beim Namen benannt", fügte sie hinzu. In einer deutschen Schule müsse auch im wesentlichen Deutsch gesprochen werden. Man müsse bei den Kindern frühzeitig ansetzen und das sei "schwierig", räumte sie ein.

Zugleich betonte Merkel, dass die Menschen, die sich in diesem Bereich engagierten, nicht allein gelassen werden dürften. Man könne eine Schule nicht einflach aufgeben, aber man müsse darüber nachdenken, wie die Probleme gelöst werden könnten.

ler/ddp/dpa

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