Berlin - Die im März 2005 hergestellte Broschüre der GTZ enthielt nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" unter anderem den Hinweis, dass es in der Bundesrepublik möglich sei, in Deutschland legal als Prostituierte zu arbeiten. Die Hinweise seien auch über das Internet abrufbar gewesen.
Die Broschüre war dem Bericht zufolge Innenstaatssekretär August Hanning aufgefallen. Er habe sich daraufhin beim Entwicklungsministerium beschwert. In der Schrift konnte man zur Möglichkeit der Prostitution folgenden sprachlich unpassenden Satz lesen: "Dies gilt aber leider ... nur für Menschen, die eine entsprechende Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis haben (z.B. auf Grund einer Ehe)."
Auch Straftatbestände seien verniedlicht worden. Zur illegalen Einreise über die grüne Grenze habe es geheißen: "Was viele Frauen machen." Vor Hilfeersuchen bei der Polizei wurde laut Bericht gewarnt, weil die Polizei dafür sorgen müsse, dass Illegale das Land verlassen.
Die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) ist eine privatwirtschaftliche GmbH im Eigentum des Bundes. Das Entwicklungsministerium ist im Aufsichtsrat vertreten. Innenexperten hatten einen Anstieg der illegalen Prostitution bei der Fußball-WM befürchtet.
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