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06.05.2006
 

Zypries-Vorschlag

Schuluniform statt Burka

Justizministerin Brigitte Zypries plädiert für Schuluniformen. Die Einheitstracht hat nach Ansicht der SPD-Ministerin viele Vorteile. Sowohl soziale als auch kulturelle Unterschiede könnten so unsichtbar werden.

Berlin - Die Schuluniformen seien eine "einfache Lösung zur Konfliktvermeidung", sagte die SPD-Politikerin der "Welt am Sonntag". "Damit beseitigen wir nicht nur die Burkas, sondern auch Probleme, die sich durch soziale Unterschiede ergeben", glaubt Zypries. Hätten alle Schüler die gleiche Tracht, würden diese Unterschiede zumindest in der Schule unsichtbar.

Die Debatte um Diskriminierung von Ausländern hatte sich zuletzt am Fall zweier Schülerinnen in Nordrhein-Westfalen entzündet. Die beiden Jugendlichen waren in Burkas zum Unterricht erschienen. Die Schulleitung schloss die Mädchen daraufhin zeitlich befristet vom Unterricht aus. Die den ganzen Körper verhüllenden Kleider mussten Frauen unter der Herrschaft der radikalislamischen Taliban in Afghanistan tragen.

Zypries warnte vor einer zunehmenden Diskriminierung auch von Moslems in Deutschland. Angehörige dieser Glaubensgruppe seien "neuerdings zunehmend mit Ablehnung konfrontiert, die sich aus Angst speist", sagte die SPD-Politikerin. Die Angst entstehe auch deshalb, weil in der öffentlichen Debatte Islam und islamischer Terror nicht immer sauber auseinander gehalten würden.

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