Düsseldorf - In Essen, Hannover, München und Stuttgart seien in diesem Zusammenhang gestern insgesamt zehn Geschäftsräume und Privatwohnungen durchsucht und vier Personen festgenommen worden, teilte das Zollkriminalamt in Köln heute mit.
Unter den Festgenommenen seien sowohl Deutsche wie Iraner, sagte ein Sprecher der Behörde. Ein weiterer Beschuldigter halte sich im Ausland auf.
Bei den Durchsuchungen seien drei für die Lieferung in den Iran bestimmte Navigationsgeräte sowie Geschäftsunterlagen und Datenträger sichergestellt worden. Allerdings seien einige Lieferungen bereits verschickt worden, sagte der Sprecher. Seit wann und wie viele Dual-Use-Geräte die Gruppe in den Iran schaffte, sei noch Gegenstand der Ermittlungen.
Dual-Use-Geräte können sowohl zivil wie militärisch verwendet werden. Ihr Export in Krisenregionen ist genehmigungspflichtig.
Ein seit längerem in Nordrhein-Westfalen lebender iranischer Geschäftsmann und dessen Sohn hätten als Geschäftsführer von zwei Firmen seit Jahren enge geschäftliche Kontakte nach Iran unterhalten. Gemeinsam mit einem Ingenieur aus Baden-Württemberg hätten sie Steuerungsgeräte nach Iran geliefert, die möglicherweise für das iranische Drohnenprogramm bestimmt gewesen seien. Außerdem sollen die beiden Iraner versucht haben, 30 tschechische Kampfflugzeuge für die iranische Luftwaffe zu vermitteln.
hen/Reuters
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