Hamburg - Was hatte die Große Koalition zu Beginn ihrer Legislaturperiode für einen Vertrauensbonus: Sogar Anfang dieses Jahres genoss Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) noch Werte, wie sie ihr Vorgänger Gerhard Schröder (SPD) nur zu seinen besten Zeiten aufweisen konnte. Und jetzt? Das Vertrauen der Bundesbürger in die Große Koalition und ihre Kanzlerin nimmt immer stärker ab.
Laut einer heute im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv veröffentlichten Forsa-Umfrage haben nur noch 17 Prozent sehr großes oder großes Vertrauen in die Bundesregierung. Das seien elf Prozentpunkte weniger als bei der Befragung Mitte Juni. Das Vertrauen in Merkel selbst sei sogar um 13 Punkte auf 32 Prozent gesunken. Dagegen hätten 82 Prozent ein geringes oder weniger großes Vertrauen in die Regierung. Bei Merkel seien es 68 Prozent.
Im Mai hatte noch knapp die Hälfte der Befragten großes oder sehr großes Vertrauen in die CDU-Politikerin. Vizekanzler Franz Müntefering (SPD) verlor ebenfalls und erreicht nur noch 17 Prozent, nachdem sich seine Werte von Mai (23 Prozent) auf Juni (24 Prozent) zunächst stabilisiert hatten.
In der Wählergunst kommt die Union einer Forsa-Umfrage im Auftrag des "Stern" und des TV-Senders RTL derzeit auf 32 Prozent, das ist ein Prozentpunkt mehr als beim Rekordtief der vergangenen Woche. Die SPD blieb unverändert bei 29 Prozent.
hen/dpa/Reuters
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