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01.09.2006
 

Mecklenburg-Vorpommern

NPD auf dem Weg ins Parlament

Zwei Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die NPD in einer Umfrage erstmals die Hürde für den Sprung ins Parlament genommen. Die rot-rote Koalition bleibt jedoch deutlich in der Mehrheit.

Schwerin – Zwei Wochen vor der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern am 17. September deuten Umfragen einen Rechtsruck im Schweriner Landtag an. Nach einer Meinungserhebung von infratest dimap im Auftrag des NDR könnte die rechtsradikale NPD mit sechs Prozent erstmals in den Landtag einziehen. Zehn Prozent der Befragten gaben an, sie werden ihre Stimme in jedem Fall oder möglicherweise der NPD geben. Mecklenburg-Vorpommern wäre dann nach Sachsen und Brandenburg das dritte Bundesland mit rechtsextremen Abgeordneten im Parlament.

Die CDU schneidet mit knapp 31 Punkten in der Umfrage am besten ab. Die SPD ist ihr mit 30 Prozent knapp auf den Fersen. Drittstärkste Kraft ist die PDS mit 21 Prozent. Eine Fortsetzung der rot-roten Koalition von SPD und Linkspartei wäre somit möglich.

Die FDP erhielte der Umfrage zufolge sechs Prozent und würde demnach nach zwölf Jahren erstmals wieder in den Landtag einziehen. Die Grünen würden mit vier Prozent erneut an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterm. Für die Umfrage waren 1000 wahlberechtigte Bürger ab 18 Jahren befragt worden.

Bei der vergangenen Landtagswahl 2002 wurde die SPD mit 40,6 Prozent stärkste Partei, gefolgt von der CDU mit 31,4 Prozent und der PDS mit 16,4 Prozent. Alle anderen Parteien verpassten damals den Einzug ins Parlament.

fho/AP/dpa/Reuters

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