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14.10.2006
 

Sozialranking

Deutschland in der Schlussgruppe

Kaum ein Land in der EU gibt so viel Geld für Sozialleistungen aus und erzeugt zugleich doch so viel soziale Ungerechtigkeit wie Deutschland.

Berlin - Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Berliner Think Tanks "berlinpolis" und der Gewerkschafts-nahen "Hans-Böckler-Stiftung", wie der SPIEGEL berichtet. Sie haben anhand von 35 Indikatoren die sozialen Verhältnisse in 24 Staaten untersucht.

Demnach belegt Deutschland im "Sozialranking" Platz 21 von 24. Nur Italien, die Slowakei und Griechenland schneiden noch schlechter ab. Platz 1 teilen sich Dänemark und Schweden. Die Gründe für das schlechte deutsche Abschneiden sind vielfältig: Zum Beispiel haben nur wenige Länder so große Probleme mit der Langzeitarbeitslosigkeit wie Deutschland. Auch ist hierzulande die Zahl der Kinder in Erwerbslosenhaushalten besonders groß.

Außerdem gibt es in kaum einem anderen Land so viele Arbeitslose mit niedrigem Bildungsstand wie in Deutschland. Spitze ist Deutschland dagegen bei den Staatsausgaben für Soziales: Gemessen am Bruttoinlandsprodukt geben nur noch Schweden, Dänemark und Frankreich mehr Geld für ihre Sicherungssysteme aus.

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