Hamburg - DER SPIEGEL berichtet, dass die Abgeordneten der Linksfraktion am offenherzigsten sind: 50 von 53 haben ihre Einnahmen publiziert. Während bei der SPD inzwischen immerhin 47 Parlamentarier per Internet Auskunft geben, weigert sich die FDP generell, Nebenverdienste zu offenbaren.
Bei der Union machen nur sechs Abgeordnete Angaben zu ihren Finanzen; ebenso viele bei den Grünen – obwohl gerade die Bündnisgrünen Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) besonders energisch aufgefordert haben, sich für die Bekanntgabe aller Einkünfte einzusetzen: Die Bürger hätten "ein Recht auf die Offenlegung der Angaben", heißt es im Entwurf eines Schreibens der Grünen an den Parlamentspräsidenten.
"Das ist schon eine gewisse Doppelzüngigkeit", lästert SPD-Mann Christian Lange, ein entschiedener Transparenzbefürworter. Derzeit läuft beim Bundesverfassungsgericht die Klage von neun Abgeordneten gegen die Veröffentlichung ihrer Nebeneinkünfte.
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