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02.11.2006
 

Afghanistan-Einsatz

Wehrmachtsemblem auf Jeep war nicht genehmigt

Das von Soldaten der Bundeswehr-Elitetruppe KSK auf einem Jeep verwendete Symbol der Wehrmacht hatte nicht den Segen des Verteidigungsministeriums. Das Zeichen sei aber nicht verfassungswidrig gewesen.

Berlin - Das Verteidigungsministerium bestätigte heute, dass KSK-Soldaten bei einem Auslandseinsatz ein leicht verändertes
Wehrmachtsemblem auf einem Geländewagen verwendet hätten. "Unsere bisherige Prüfung hat ergeben, dass sich ein
Fahrzeug zum Ende des Jahres 2001 auf der Insel Masirah befunden hat. Auf dem Fahrzeug war ein solches Emblem drauf", sagte Ministeriumssprecher Thomas Raabe in Berlin. Die
Soldaten hätten sich zur Vorbereitung auf ihren Afghanistan-Einsatz auf der omanischen Halbinsel aufgehalten.

Das Emblem ist Raabe zufolge vor dem Einsatz entfernt worden. Das Ministerium gehe jetzt der Frage nach, warum es verwendet wurde. Ein Genehmigung habe nicht vorgelegen. "Weitere Fälle sind uns bislang nicht bekannt", sagte er. Grundsätzlich stehe es Bundeswehreinheiten frei, zur Identifikation der Soldaten mit ihrem Truppenteil ein eigenes Emblem zu verwenden, sagte Raabe. Dieses müsse jedoch vorher vom Ministerium genehmigt werden.

Das in Masirah verwendete Zeichen sei nicht verfassungswidrig gewesen. Es habe sich offenbar um die Abbildung einer Palme mit Kokosnüssen gehandelt, in die Mitte des Stammes sei ein Balkenkreuz (Eisernes Kreuz) gezeichnet worden. Das Afrika-Korps benutzte ebenfalls eine Palme als Symbol, allerdings mit einem Hakenkreuz in der Mitte.

Der Vorfall war durch ein Foto des Magazins "Stern" bekannt geworden. Es entstand zu einem Zeitpunkt, als die KSK unter dem Kommando von General Reinhard Günzel stand. Er wurde 2003 entlassen, weil er den Unionsabgeordneten Martin Hohmann nach einer als antisemitisch kritisierten Rede unterstützt hatte.

kai/Reuters

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