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18.12.2006
 

Arbeitsleben

Schäuble hält Rente mit 67 nur für ersten Schritt

Das Renteneintrittsalter muss nach Einschätzung von Innenminister Schäuble noch weiter erhöht werden. Die Politik müsse jetzt dringend Ängste vor einem solchen Schritt in der Bevölkerung abbauen. Ein Argument ist ihm schon eingefallen: Länger arbeiten schützt vor Altersdemenz.

Berlin - Die Rente mit 67 sei "nicht das Ende der Entwicklung, um es offen und klar zu sagen", sagte der CDU-Politiker dem Magazin "Cicero". Die steigende Lebenserwartung lasse nur eine Konsequenz zu: "Wenn man die Systematik des Generationenvertrages erhalten will, dann muss die Lebensarbeitszeit länger werden."

Die meisten Menschen wüssten dies auch, hofften aber, dass es sie selbst nicht betreffe, sagte Schäuble. "Hier muss politische Führung ansetzen: Sie muss die Fakten benennen und versuchen, die Ängste abzubauen."

Schäuble verwies auf neue Ergebnisse der medizinischen Forschung: "Je länger Menschen aktiv im Leben stehen, je länger sie anspruchsvollen Tätigkeiten nachgehen, je länger sie sich herausgefordert fühlen, desto länger scheint es zu gelingen, Verfallsprozesse wie die Demenz hinauszuzögern." Deshalb sei eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit wahrscheinlich das wirksamste Vorsorgeprogramm gegen die Verbreitung von Demenz.

ler/AFP

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