Berlin - "Viele hätten so gerne, dass er jetzt den Schritt von sich aus macht und nicht wartet, bis er nach und nach demontiert wird", sagte Pauli. Stoiber habe große Verdienste für die CSU und Bayern, er habe aber den Rückhalt in Partei und Bevölkerung verloren. Wenn man das verspüre, dann müsse man das als Thema auf den Tisch bringen und "daran denken, einen neuen Mann, eine neue Frau ins Rennen zu schicken".
Pauli sagte, Stoiber habe die "Seele der Partei nicht mehr getroffen", als er sich nach der Bundestagswahl 2005 gegen ein Ministeramt in Berlin entschieden habe, obwohl in Bayern bereits zwei potenzielle Nachfolger für das Amt des Ministerpräsidenten in den Startlöchern gestanden hätten. Das habe viele Mitglieder verletzt. In der CSU gebe es sehr viele potenzielle Kandidaten für die Nachfolge Stoibers, die sich aber noch alle bedeckt hielten. Pauli wies sogleich Spekulationen zurück, sie selbst wolle bayrische Ministerpräsidentin werden.
Trotz der erneuten Kritik an ihrem Parteikollegen zeigte sich Pauli erfreut über ein Gesprächsangebot Stoibers. Sie sei gespannt, was dieser ihr zu sagen habe. "Ich jedenfalls habe ihm einiges zu sagen", betonte die Landrätin.
reh/ddp
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