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18.01.2007
 

CSU-Krise

Huber und Beckstein sollen sich über Stoiber-Nachfolge geeinigt haben

In Kreisen der CSU-Fraktion kursiert das Gerücht, Innenminister Beckstein und Wirtschaftsminister Huber hätten die Stoiber-Nachfolge bereits unter sich ausgemacht: Danach wird Beckstein bayerischer Ministerpräsident und Huber Parteivorsitzender. Landesgruppenchef Ramsauer bestritt eine Einigung.

München - Der bayerische Innenminister Günther Beckstein hat sich angeblich mit seinem Kabinettskollegen Erwin Huber auf die Nachfolge des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber geeinigt.

In Fraktionskreisen wurde ein entsprechender Bericht der Münchner "Abendzeitung" bestätigt. Danach wird Beckstein Ministerpräsident und Huber Parteichef. Mehrere CSU- Abgeordnete sowie ein Kabinettsmitglied bestätigten die Vereinbarung. Ein Fraktionsmitglied sagte zu SPIEGEL ONLINE über die möglichen Pläne: "Das macht hier die Runde. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch."

Die Nachfolgeregelung sei am Vorabend am Rande der Winterklausur der CSU-Landtagsfraktion in Wildbad Kreuth ausgehandelt worden. An den Gesprächen seien Stoiber, Huber und Beckstein beteiligt gewesen. Auch der CSU-Landtagsfraktionschef Joachim Herrmann sei in die Lösung der Führungskrise eingebunden worden. Von der bayerischen Staatskanzlei war zunächst keine offizielle Stellungnahme zu erhalten.

Den Angaben zufolge stünde Stoiber einer solchen Lösung nicht im Weg. Der Ministerpräsident habe sogar diesen Weg mit angedacht. Auch der Berliner CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer habe seine Unterstützung signalisiert, hießt es zunächst. Dann sagte aber Ramsauer, eine endgültige Entscheidung im Führungsstreit sei noch nicht gefallen. "Eine solche Festlegung gibt es aus meiner Sicht nicht", so Ramsauer.

Der Zeitpunkt der Amtsübergabe ist noch unklar. Ein ehemaliger Landtagsabgeordneter sagte zu SPIEGEL ONLINE: "Das wird sich heute, spätestens aber übers Wochenende entscheiden."

Auch andere Variante werden nach Angaben aus Fraktionskreisen derzeit durchgespielt, wobei das Tandem Beckstein-Huber als wahrscheinlichste Lösung gilt. Der CSU-Landtagsabgeordnete Henning Kaul sagte zu SPIEGEL ONLINE: "Ich kann bestätigen, dass das ein Gedankenspiel ist. Es gibt aber noch verschiedene Gedankenspiele, das ist die Stärke unserer Fraktion."

jaf/sef/AP/ddp/dpa

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