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13.03.2007
 

"Koma-Saufen"

Politiker fordern Alkoholverbot für Jugendliche

Mehrere Vertreter von Union und Grünen setzen sich für ein strikteres Gesetz zum Jugendschutz ein. Sie fordern ein generelles Alkoholverbot für unter 18-Jährige. Hintergrund ist ein neuer Trend unter Jugendlichen. Das sogenannte "Koma-Saufen": Trinken bis zum Umfallen.

Berlin - Die Drogenbeauftragte der Unionsfraktion, Maria Eichhorn (CSU), begrüßte entsprechende Pläne der EU. Grundsätzlich sollte jede Möglichkeit genutzt werden, "die hilft, Jugendliche vor einer Alkoholabhängigkeit zu bewahren", sagte Eichhorn der "Berliner Zeitung".

Trinkverhalten: "Flatrate"-Saufen liegt im Trend
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DPA

Trinkverhalten: "Flatrate"-Saufen liegt im Trend

Wichtig sei zudem, dass das geltende Jugendschutzgesetz eingehalten werde, das ein Verkaufsverbot von hochprozentigen Alkohol an Minderjährige vorsieht. "Das Verbot muss voll ausgeschöpft werden. Daher müssen die Kontrollen konsequent durchgeführt werden", sagte Eichhorn, die zudem eine bessere Aufklärung forderte. Flächendeckend an allen Schulen sollten die Schüler "über die schlimmen Folgen des Konsums von legalen und illegalen Drogen informiert werden", sagte sie.

Unterstützung kam von den Grünen. "Das Koma-Saufen ist eine beunruhigende Entwicklung", sagte der drogenpolitische Sprecher, Harald Terpe, der Zeitung. "Wenn man den Jugendschutz ernst nimmt, muss man die Abgabe von Alkohol an unter 18-Jährige unterbinden." Verbote allein reichten aber nicht aus. Auch die Aufklärung müsse ausgebaut werden.

Die FDP sprach sich gegen ein generelles Alkoholverbot für Minderjährige aus. "Ich habe den Eindruck, Politiker beruhigen ihr Gewissen mit spontanen Aktionen", sagte der drogenpolitische Sprecher, Detlev Pfarr, der Zeitung. "Über Repression ist wenig zu erreichen", argumentierte Pfarr. Die jungen Leute müssten lernen, verantwortungsbewusst mit Alkohol umzugehen. Daher sei mehr Aufklärung an den Schulen nötig. Zugleich appellierte Pfarr an Wirte, auf so genannte Flatrate-Partys zu verzichten, bei denen man für einen Pauschalbetrag so viel trinken kann, wie man mag.

In Berlin liegt ein Jugendlicher im Koma, der bei einer solchen Flatrate-Party rund 50 Gläser Tequila getrunken haben soll.

ler/AP

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Die neuesten Beiträge:
09.08.2010 von litholas:

Sie haben vergessen: Ausserdem wären die Drogen von kontrollierter Qualität und deswegen nicht mehr so gesundheitsschädlich, und es würde weniger Geld an die organisierte Kriminaltät gehen. Allerdings gibt es Drogen die [...] mehr...

09.08.2010 von baerlinaer: Logik? Konsequenz?

Die meisten Drogen werden verboten, manche nicht. Wo ist da die Logik? Entweder Alkohol und Nikotin werden genauso verboten, wie andere Drogen oder alle Drogen werden Legalisiert, das wäre logisch und konsequent! Ein [...] mehr...

24.10.2009 von saul7: Es

geht hier ja nicht nur darum, dass Jugendliche gelegentlich einen über den Durst trinken, sondern dass sie das "Kampftrinken" als eine Art Ritual praktizieren oder zelebrieren. Das ist in dieser Form und Ausprägung [...] mehr...

21.10.2009 von Internetnutzer: Kampftrinken

Und ich frage mich immer: Wo sind da eigentlich die verantwortlichen Eltern? Wer belangt die eigentlich? mehr...

21.10.2009 von rieberger:

Sie sprechen das Dilemma an: Alkohol ist legal, somit eine legale Droge. Der verantwortungsvolle Gebrauch ist zu erlernen, wenn gleich dies schwierig sein kann. Nur: das Koma-Saufen wird zum Problem, vor allem bei Kindern und [...] mehr...

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