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25.03.2007
 

Friedensnobelpreis

Barroso schlägt Kohl vor – Merkel schweigt

Neben der deutschen Einheit hat sich Helmut Kohl auch immer für die europäische Einigung engagiert. Deshalb will EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso den Ex-Kanzler offiziell für den Friedensnobelpreis vorschlagen. Angela Merkel vermeidet einen öffentlichen Kommentar dazu.

Berlin - "Kohl verdient den Preis. Ich habe vor, den Vorschlag im Namen der EU-Kommission beim Nobelpreiskomitee einzureichen", sagte Barroso am Sonntag zum Abschluss des EU-Jubiläumsgipfels in Berlin. Der Kommissionspräsident hatte bereits vor einigen Tagen erklärt, Kohl verdiene den Preis wegen seines Beitrags zur europäischen Einigung und zum Frieden in Europa.

Bundeskanzlerin Angela Merkel, die in der CDU-Spendenaffäre Kohls Ablösung als Parteichef mitbetrieben hatte, äußerte sich zunächst nicht zu der Idee. In Regierungskreisen hatte es am Freitag geheißen, Merkel beurteile die Verdienste Kohls "in der Sache" so wie Barroso. Die Leistungen Kohls für die europäische Einigung seien völlig unbestritten. Ob Merkel aber deswegen eine Nobelpreis-Nominierung unterstützt, blieb offen.

Kohl hatte wegen Folgen einer Knieoperation nicht an den Jubiläumsfeiern der EU in Berlin teilnehmen können. Zu seinen besonderen europäischen Verdiensten zählen die deutsch-französische Aussöhnung, das Zustandekommen des Euro sowie das Gelingen der deutschen Einheit im Rahmen der EU.

itz/dpa

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