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07.04.2007
 

Ostermärsche

Zoff zwischen Grünen und Friedensbewegung

Schwarz-Weiß-Malerei und Einseitigkeit werfen die Grünen den Organisatoren der Ostermärsche vor. Konstruktives finde sich in den Demonstrationsaufrufen kaum. Die Angegriffenen kontern nun.

Frankfurt am Main - Die Organisatoren der Ostermärsche haben die Kritik der Grünen an der Ausrichtung der Protestaktionen zurückgewiesen. Grünen-Chefin Claudia Roth und der abrüstungspolitische Sprecher Winfried Nachtwei hatten bemängelt, dass die Aufrufe zu Friedensdemonstrationen "geradezu notorisch wenig" dazu erklärten, wie internationale Krisen, Gewalt und Krieg begegnet werden könne.

Teilnehmer am Ostermarsch in Potsdam: Wenig konstruktiv?
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AP

Teilnehmer am Ostermarsch in Potsdam: Wenig konstruktiv?

Dies wies der Sprecher der Infostelle Ostermarsch, Willi van Ooyen, zurück. Er sagte der "Frankfurter Rundschau", von einem engen Blick nur auf das Militärische könne keine Rede sein. "Wir sind sehr deutlich, was den Zusammenhang zwischen sozialer Entwicklung und Frieden betrifft", sagte van Ooyen. So finde sich das Thema Armutsbekämpfung in allen Aufrufen wieder.

Den Grünen warf van Ooyen vor, "halbseidene und widersprüchliche Positionen" zu beziehen. Grundsätzlich trete die Partei für Frieden und atomare Abrüstung ein. Wenn es konkret werde, vergesse sie aber regelmäßig ihre Überzeugungen.

Roth hatte gefordert: "Friedenspolitik braucht Bewegung und mehr neues Denken". Sie hatte kritisiert, dass die Vereinten Nationen in den Aufrufen zu Ostermärschen so gut wie gar nicht auftauchten und zivile Mittel zur Krisenbewältigung kaum erwähnt würden. Die Grünen-Vorsitzende warf den Veranstaltern eine Schwarz-Weiß-Sicht vor: "Etliche Aufrufe erwecken den Eindruck, als seien Bush-Administration, die EU und bundesdeutsche Politik eine einzige 'Achse des Bösen'."

dab/AP

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