+++ Verdächtiges Pulver am Zaun gefunden +++
[11:32] Die Polizei hat vor dem Sperrzaun in Heiligendamm ein Päckchen mit einem verdächtigen weißen Pulver gefunden. Nach ersten Untersuchungen sei es aber nicht gefährlich, sagte ein Sprecher der Polizei in Rostock. Er bestätigte, dass in einem Bekennerschreiben behauptet worden war, es handele sich um den Milzbranderreger Anthrax. Dies könne aber ausgeschlossen werden. Bei einer Analyse stellte sich heraus, dass es Mehl war. Die G-8-Polizeieinheit Kavala wertet die Aktion als schlechten Scherz. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 waren mehrere Päckchen mit Milzbranderreger verschickt worden.
+++ Kirchen lassen bundesweit Glocken läuten +++
[11:30] In ganz Deutschland werden zum Beginn des G-8-Gipfels am morgigen Mittwoch um 18.00 Uhr viele Kirchenglocken für acht Minuten läuten und Gottesdienste veranstaltet. Mehr als 1000 Gemeinden und kirchliche Gruppen riefen zur "Solidarität mit den Ärmsten in der Welt" auf, wie der Evangelische Entwicklungsdienst und die "Aktion Brot für die Welt" mitteilten. Mit der Aktion "8 Minuten für Gerechtigkeit" soll die christliche Perspektive der Gerechtigkeit gestärkt und ein Appell an die Politik gesendet werden.
+++ Annan verlangt konkrete Schritte beim Klimaschutz +++
[11:23] Der frühere Uno-Generalsekretär Kofi Annan hat die G-8-Staaten zu konkreten Schritten für den Klimaschutz aufgerufen. "Die Dringlichkeit, mit der sich politische Führer dieses Themas annehmen, ist nicht fehl am Platz", sagte Annan bei einem Treffen der Umweltschutzorganisation WWF in Peking. Deshalb müsse sich die G-8 jetzt auf ein Abkommen zur Weiterentwicklung der globalen Klimastrategie einigen.
+++ Sarkozy will über Fall Betancourt reden +++
[11:19] Beim G-8-Gipfel in Heiligendamm will Frankreich auch über den Fall der entführten französisch-kolumbianischen Politikerin Ingrid Betancourt diskutieren. Das sagte der Sprecher von Präsident Nicolas Sarkozy, David Martinon, nach einem Gespräch zwischen Sarkozy und Angehörigen der seit fünf Jahren von FARC-Rebellen gefangen gehaltenen Geisel im Pariser Elysée-Palast. Sarkozy will demnach vor allem mit US-Präsident George W. Bush über dieses "für uns äußerst wichtige Problem" reden und auch die übrigen G-8-Mitglieder dafür "sensibilisieren".
+++ Köhler verlangt besseren Klimaschutz +++
[11:11] Bundespräsident Horst Köhler hat die internationale Staatengemeinschaft zu stärkeren Anstrengungen für den Klimaschutz aufgerufen und erwartet vom G-8-Gipfel Fortschritte auf diesem Gebiet. Bei der Eröffnung der "Woche der Umwelt" sagte Köhler in Berlin, es sei wichtig, dass die Themen Klimaschutz und Energieeffizienz weit oben auf der Tagesordnung in Heiligendamm stünden. Das Thema werde auch bleiben. "Die G-8 als auch die aufstrebenden Nationen wissen, dass es mit Aussitzen nicht getan ist", sagte er laut Redetext.
+++ Bei Krawall Abbruch der Blockaden +++
[10:50] Die Organisatoren der geplanten Blockaden beim G-8-Gipfel in Heiligendamm wollen ihre Aktionen im Fall unbeherrschbarer Krawallen selbst abbrechen. Dies sei als Reaktion auf die Ausschreitungen vom vergangenen Samstag in Rostock mit der Polizei vereinbart worden, sagte der Sprecher der Kampagne Block G8, Christoph Kleine.
+++ Japan will Initiative beim Klimaschutz übernehmen +++
[10:38] Japan will auf dem G-8-Gipfel die Initiative im Thema Klimaschutz übernehmen. Die Vereinigten Staaten und die Europäische Union hätten nach wie vor unterschiedliche Ansichten zur Erderwärmung, daher müsse Japan alle Länder in eine für sie grundsätzlich akzeptable Richtung leiten, sagte Ministerpräsident Shinzo Abe vor seiner Abreise nach Deutschland. Er rief alle Staaten auf, eine Halbierung des Ausstoßes von Treibhausgasen bis 2050 zu akzeptieren.
+++ Bush wirbt für Raketenabwehrsystem +++
[10:30] US-Präsident George W. Bush, der am Abend in Rostock landen wird, hat in Prag seine Gespräche mit dem tschechischen Präsidenten Vaclav Klaus und Regierungschef Mirek Topolanek aufgenommen. Im Mittelpunkt des Treffens in der Prager Burg wird die umstrittene Errichtung eines Raketenabwehrsystems in Tschechien und Polen stehen.
+++ Weitere Beschwerden in Karlsruhe +++
[10:00] Globalisierungsgegner haben gegen gerichtliche Beschränkungen ihrer Demonstrationsfreiheit beim G-8-Gipfel zwei weitere Beschwerden mit Eilanträgen beim Bundesverfassungsgericht eingelegt. Wie ein Berliner Rechtsanwaltsbüro mitteilte, richtet sich eine Eingabe gegen den Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Greifswald, die Teilnehmerzahl der angemeldeten Kundgebung am Flughafen Rostock-Laage auf 50 Personen zu beschränken. Dort sollte am Abend US-Präsident George W. Bush eintreffen.
+++ Warnung vor weiterem Zulauf von Gewalttätern +++
[09:12] Baden-Württembergs Verfassungsschutz hat vor einem weiteren Zulauf von linken Gewalttätern vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm gewarnt. "Die Bilder aus Rostock könnten weitere gewaltbereite Linksextremisten spontan dazu motivieren, dorthin zu fahren und mitzumischen", sagte Verfassungsschutzpräsident Johannes Schmalzl den "Stuttgarter Nachrichten". Ein Teil der Szene reise an, um Gewalttaten zu verüben.
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