Mainz/Berlin - Guter Start für die neue Linkspartei: Gründungsparteitag am vergangenen Wochenende, heute prognostizieren ihr die Meinungsforscher zehn Prozent in der Sonntagsfrage. Die aus PDS und WASG hervorgegangene Linke hat damit im Vergleich zur letzten Umfrage der im Auftrag des ZDF arbeitenden "Forschungsgruppe Wahlen"einen Prozentpunkt zugelegt. Es folgt die FDP mit neun Prozent (plus eins), die Grünen bleiben bei acht Prozent.
Kaum Veränderung hingegen bei den Regierungsparteien: CDU/CSU würden auf 38 Prozent (minus eins) kommen, die SPD bleibt unverändert auf 31 Prozent.
Lässt man jedoch die für die Sonntagsfrage genutzte langjährige Parteibindung der Wähler außer Acht, zeigt sich ein deutlicher Verlust an Zustimmung für die Union: Sie verliert vier Prozentpunkte und rutscht auf 39 Prozent ab, die SPD hält auch bei der Stimmungsfrage die 31 Prozent. Dagegen legt die Linke um drei Punkte auf zehn Prozent zu, die Grünen landen bei neun Prozent (plus eins), FDP erreicht acht Prozent (plus eins).
Die Liste der zehn wichtigsten Politiker führt weiterhin Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit einem Wert von 1,8 an. Auf der von minus fünf bis plus fünf reichenden Skala folgen Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) mit 1,7 und Finanzminister Peer Steinbrück mit 1,3.
Eine klare Verschlechterung muss Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) in Kauf nehmen: Sie fiel von 1,3 auf 1,0 zurück. Besonders stark verlor der SPD-Vorsitzende Kurt Beck: Er erreichte nur noch einen Wert von 0,4, Anfang Juni kam er noch auf 1,1. Das Schlusslicht der Top Ten bildete CSU-Chef Edmund Stoiber mit minus 1,1.
Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen befragte von Dienstag bis Donnerstag dieser Woche 1306 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte.
sef/AFP/dpa/ddp
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