München - Die Mehrheit der Deutschen plädiert einer Umfrage zufolge für den Abzug der Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan. Wie der "Focus" heute berichtet, sprachen sich 61 Prozent der vom Meinungsforschungsinstitut polis/USUMA befragten Bundesbürger dafür aus, den Bundeswehreinsatz am Hindukusch zu beenden. Lediglich 36 Prozent hielten es für richtig, das militärische Engagement der Deutschen wie bisher fortzusetzen.
Vor allem Frauen (72 Prozent) plädierten für einen Abzug der Bundeswehr. Bei den Männern waren 48 Prozent für einen Abzug und 49 Prozent für den Verbleib der Truppen.
Bis zu 60 Taliban getötet
Bei Luft- und Bodenangriffen auf Stellungen der Taliban im Südosten Afghanistans sind bis zu 60 mutmaßliche islamistische Kämpfer getötet worden. Das sagte ein Sprecher der internationalen Nato-Truppe in Afghanistan (Isaf), Major Donald Korpi, heute. Die Kämpfe hätten im Distrikt Barmal in der Provinz Paktika nahe der Grenze zu Pakistan stattgefunden.
Ein Sprecher der Isaf in Kabul, John Thomas, sagte, dass mehrere Taliban-Gruppen am Freitagabend bei der Vorbereitung eines Angriffes auf einen Isaf-Stützpunkt überrascht worden seien. Sie seien daraufhin aus der Luft angegriffen worden.
ler/ddp/AFP
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