Krakow - Eine Gruppe Rechtsradikaler hat zahlreiche Badegäste an einem See in Mecklenburg-Vorpommern in Angst und Schrecken versetzt: Die sechs Männer und eine Frau aus der rechtsextremistischen Szene fuhren nach Angaben der Rostocker Polizei mit einem Kleintransporter an die Badestelle am Krakower See, grölten rassistische Parolen, beschimpften badende Spätaussiedlerfamilien und schossen mit einer Maschinenpistole mehr als ein Dutzend Mal in die Luft.
Einigen Badegästen sei es schließlich gelungen, die offenbar angetrunkenen Angreifer im Alter zwischen 21 bis 29 Jahren zu überwältigen und der Polizei zu übergeben. Die mutmaßlichen Täter befinden sich noch in Gewahrsam.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verstoßes gegen Kriegswaffenkontrollgesetz und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Die Waffe, einige Patronen sowie Hülsen wurden vor Ort sichergestellt.
In Mecklenburg-Vorpommern haben in den vergangenen Jahren immer wieder Neonazis Urlaubsgäste belästigt oder angegriffen.
flo/AFP/dpa/AP
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