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17.10.2007
 

Pflegereform

Regierung beschließt unangemeldete Qualitätskontrollen

Höhere Pflegesätze, unangemeldete Qualitätskontrollen, die Berücksichtigung von Demenzkranken und die Freistellung von der Arbeit: Das Bundeskabinett hat wesentliche Neuerungen bei der Pflegereform beschlossen.

Berlin – Aus Regierungskreisen in Berlin verlautete, dass das Kabinett die Reform des Pflegegesetzes beschlossen habe. Der Gesetzentwurf, der zum 1. Juli 2008 in Kraft treten soll, sieht unter anderem die Anhebung der Pflegesätze, die Einrichtung von Pflegestützpunkten und mehr unangemeldete Qualitätskontrollen in sozialen Einrichtungen vor.

Pflege: Beiträge steigen
DDP

Pflege: Beiträge steigen

Den Vorschlag von zehn bezahlten Pflegetagen musste Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) wegen des Widerspruchs der Union aus dem Entwurf streichen. Nun gibt es einen Anspruch auf eine unbezahlte kurzzeitige Freistellung für bis zu zehn Arbeitstage, um die Pflege eines Angehörigen zu organisieren. Für die Dauer von bis zu sechs Monaten gibt es für die Pflege von Angehörigen einen Anspruch auf unbezahlte, sozialversicherte Freistellung von der Arbeit.

Die Beiträge zur Pflegeversicherung von derzeit 1,7 Prozent werden ab dem 1. Juli 2008 um 0,25 Prozentpunkte auf 1,95 Prozent erhöht.

Bei Kinderlosen wird der derzeitige Beitrag von 1,95 Prozent auf 2,2 Prozent erhöht. Dies soll jährliche Mehreinnahmen von 2,5 Milliarden Euro bringen und den Bedarf bis Anfang 2015 sicherstellen.

Die Pflegesätze werden erstmals seit Einführung der Pflegeversicherung 1995 angehoben, wobei besonders die häusliche Pflege gestärkt wird. Die Leistungen der Pflegeversicherung sollen ab 2015 im dreijährigen Rhythmus an die Preissteigerung angepasst werden.

Erstmals werden Demenzkranke in die Pflegeversicherung aufgenommen. Altersverwirrte, psychisch Kranke oder geistig behinderte Menschen erhalten eine Zusatzleistung von bis zu 2400 Euro jährlich, auch wenn sie lediglich einen Betreuungsbedarf, aber noch keinen erheblichen Pflegebedarf haben.

asc/ddp/AP

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Die neuesten Beiträge:
29.05.2011 von donaufalterzeitung: Die Kassen sind pleite

Hallo bono1, da die Kassen pleite sind, es aber nicht zugeben, wird überall gespart. An den psychisch Kranken, den Blutzuckerteststreifen und an den Alten. Auch die Privatkassen gönnen nicht einmal mehr den Tumorkranken eine [...] mehr...

29.05.2011 von bono1:

Also wie wollen Sie angesichts der demographischen Entwicklung die Pflege finanzieren? Kann es anders sein als nur eine Basisversorgung sein, die zwangsläufig noch grössere Mängel aufweist als die heutige, mit einer [...] mehr...

27.05.2011 von Seshiro: Fachkräftemangel

Ja! Es herrscht Akute Unterversorgung! Vor allem an Fachkräften. Es ist schon soweit, dass kaum ausgebildete Kräfte (Kranken/Altenpflegehelfer) die Aufgaben und das Gehalt von Kranken/Altenpflegern bekommen. Ich habe eine [...] mehr...

27.05.2011 von donaufalterzeitung:

Bravo, Rafkuß, ich gratuiere Ihnen. Wir Ärzte sind zum Leben - erhalten da. Alles andere wäre Mord. Ob das gut ist, interessiert nicht. Die Moralfrage darf man nicht stellen. Der Staatsanwalt interessiert sich dafür. Ob Ihnen [...] mehr...

27.05.2011 von blue0711: ..

Das ist mit Verlaub Käse. Aus dem einfachen Grund, weil sich dann eben kaum jemand rechtzeitig drum kümmert und die zwangsläufig entstehenden Kosten dann von der Allgemeinheit übernommen werden müssen. Durch zu spätes [...] mehr...

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