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09.11.2007
 

Chinapolitik

Schröder kanzelt Merkel ab

Seit Angela Merkel den Dalai Lama im Kanzleramt empfing, sind die deutsch-chinesischen Beziehungen belastet. Nun hat sich Altkanzler Gerhard Schröder von der Einladung des religiösen Oberhaupts der Tibeter distanziert.

Peking - Gerhard Schröder hält sich derzeit in China auf. Am Rande eines Seminars in Peking übte der Altkanzler Kritik an der Außenpolitik seiner Amtsnachfolgerin Angela Merkel. So berichtet es die "China Daily" in ihrer heutigen Ausgabe. Der Grund für Schröders Schelte: die jüngste Deutschlandvisite des Dalai Lama. Der Empfang des religiösen Oberhaupts der Tibeter im September in Berlin sei ein Fehler gewesen, zitiert das Blatt den SPD-Politiker.

Altkanzler Schröder: Gegenseitigen Respekt angemahnt
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DDP

Altkanzler Schröder: Gegenseitigen Respekt angemahnt

Der gegenseitige Respekt und die Souveränität stünden im Mittelpunkt der Beziehungen zwischen China und Deutschland. Aus diesem Grund hätten seine Vorgänger und er den Dalai Lama nicht getroffen, sagte der Altkanzler der Zeitung zufolge weiter.

China hatte mit großer Verärgerung auf die Zusammenkunft zwischen Merkel und dem Dalai Lama am 23. September im Kanzleramt reagiert und in der Folge mehrere Treffen mit deutscher Beteiligung abgesagt. Die Volksrepublik wirft dem Dalai Lama vor, eine Abspaltung Tibets von China anzustreben.

Erst zu Wochenbeginn hatte Peking die Bundesregierung aufgefordert, den Schaden in den bilateralen Beziehungen zu beheben. "Wir hoffen, dass Deutschland konkrete Schritte unternehmen kann, um die negativen Auswirkungen seines falschen Verhaltens zu beseitigen", sagte Außenamtssprecher Liu Jianchao am Dienstag. Eine Verbesserung der bilateralen Beziehungen sei im Interesse beider Länder.

China hatte die Begegnung Merkels mit dem Oberhaupt der Tibeter als "schwere Einmischung in innere Angelegenheiten" bezeichnet. Der Schritt habe "die Beziehungen untergraben" und "die Gefühle des chinesischen Volkes verletzt". Unter anderem hatte Peking daraufhin ein Treffen auf Ministerebene im sogenannten deutsch-chinesischen Rechtsstaatsdialog in München abgesagt.

sev/AFP

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