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18.11.2007
 

Umfrage zu SPD-Kanzlerkandidatur

Steinmeier knapp vor Beck

Wer tritt bei der Bundestagswahl 2009 für die SPD an? Erst Ende kommenden Jahres will Parteichef Kurt Beck einen Kandidaten vorschlagen. Er selbst hätte nach einer aktuellen Umfrage im direkten Vergleich gegen Kanzlerin Merkel keine Chance.

Berlin - SPD-Chef Kurt Beck hat den parteiinternen Machtkampf gegen Noch-Vizekanzler Franz Müntefering gewonnen - ältere Arbeitslose bekommen ab 2008 wieder länger Arbeitslosengeld. Doch als Müntefering vergangene Woche aus privaten Gründen seinen Rücktritt bekanntgab, scheute Beck den Wechsel von Mainz nach Berlin.

K-Frage in der SPD: Beck oder wer?
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AFP

K-Frage in der SPD: Beck oder wer?

In der Partei wachsen die Zweifel, ob Beck der richtige Kanzlerkandidat für die SPD wäre. Und eine Alternative zeichnet sich immer deutlicher ab: Nach einer Emnid-Umfrage unter Wählern im Auftrag der "Bild am Sonntag" halten 37 Prozent den Außenminister und künftigen Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier für den besseren Kandidaten. Für Beck votierten 35 Prozent. 28 Prozent wollten sich nicht festlegen.

Große Unterschiede in der Beliebtheit gibt es allerdings in Ost und West: In den alten Bundesländern hat Steinmeier mit 39 Prozent die Nase weit vorne. Parteichef Beck erhielt hier 36 Prozent Zustimmung. In den neuen Bundesländern liegt Beck mit 33 Prozent vor seinem Vize (26 Prozent). Auch in der eigenen Partei hat Beck einen Vorteil: 46 Prozent der SPD-Anhänger wollen ihn als Kanzlerkandidaten, 40 Prozent sind für Steinmeier.

Im direkten Duell mit Angela Merkel schneiden die beiden SPD-Politiker, so die Emnid-Umfrage, identisch ab. Bei einer Direktwahl des Bundeskanzlers würden demnach 52 Prozent für Merkel stimmen. Jeweils 35 Prozent sprachen sich für einen der beiden SPD-Männer aus.

Wäre heute Bundestagswahl, sähe das Ergebnis nicht viel anders als in den letzten Umfragen aus. Die Union würde laut Emnid auf 36 Prozent (minus ein Prozent) kommen, die SPD auf 28 Prozent und die Linkspartei auf zwölf Prozent (plus ein Prozent). Grüne und FDP erhielten jeweils zehn Prozent.

Wer tatsächlich als SPD-Spitzenkandidat in den nächsten Bundestagswahlkampf ziehen soll, soll frühestens in einem Jahr entschieden werden. "Ich werde Ende 2008, Anfang 2009 einen Kanzlerkandidaten vorschlagen", bekräftigte SPD-Chef Beck erneut.

abl/dpa/AP

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