Sonntag, 22. November 2009

Politik



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24.11.2007
 

Berlin

Festnahmen nach Gedenk-Demo für getöteten Hausbesetzer

Vor 15 Jahren wurde der Hausbesetzer Silvio Meier in Berlin von Neonazis erstochen. Rund 1600 Menschen kamen zur alljährlichen Demo zum Gedenken an die Tat. Die Polizei war mit 1000 Beamten im Einsatz - und nahm nach einigen Zwischenfällen ein Dutzend Demonstranten fest.

Berlin - Der Demonstrationszug startete heute im Stadtteil Friedrichshain am U-Bahnhof Samariterstraße, wo Silvio Meier am 21. November 1992 ermordet worden war. Der Aufzug verlief nach Angaben der Polizei weitgehend friedlich. Es wurden einige geparkte Autos beschädigt und Steine auf ein rechtes Szenelokal
geworfen. Nach Ende der Demonstration hätten aber mehrere Teilnehmer Auseinandersetzungen mit der Polizei gesucht, hieß es. Die Polizei nahm zwölf Demonstranten vorläufig fest, zwei wegen Vermummung und Mitführens verbotener Gegenstände, zehn wegen Landfriedensbruchs, Körperverletzung und versuchter Gefangenenbefreiung.

Erinnern an Nazi-Mord von 1992: Linke Demonstranten in Berlin
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DPA

Erinnern an Nazi-Mord von 1992: Linke Demonstranten in Berlin

Die Veranstalter warfen der Polizei einen überzogenen und "brutalen Schlagstock- und Pfeffersprayeinsatz" am Ende der Demonstration vor. Dabei seien mindestens acht Menschen verletzt worden. Die links-alternative Szene erinnert jedes Jahr mit einer Demonstration an Silvio Meier. Auf Plakaten forderten die Teilnehmer des diesjährigen Protestzuges unter anderem: "Kein Vergeben, kein Vergessen", "Nazistrukturen zerschlagen".

kai/AP/dpa

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