Berlin - Wie die Tageszeitung "Die Welt" in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, steigt die Summe des Elterngeldes: Danach liegen die Ausgaben um 130 Millionen Euro höher als geplant. Zudem brauche das Ministerium für das Erziehungsgeld 70 Millionen Euro mehr als kalkuliert. Das Blatt beruft sich auf ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums an die Haushälter vom 4. Dezember.
In dem Papier bittet der Parlamentarische Finanzstaatssekretär Karl Diller (SPD) im Namen des Familienministeriums um die Einwilligung in überplanmäßige Ausgaben. Die zusätzlichen Ausgaben für das Erziehungsgeld seien "unvorhergesehen, da die Geburtenverteilung über das Jahr hinweg nicht gleichförmig verlaufen ist", heißt es in dem Schreiben. "Die höhere Geburtenzahl in der zweiten Jahreshälfte konnte bei der Aufstellung des Haushalts 2007 nicht vorhergesehen werden."
Auch die noch umfangreichere Überziehung beim Elterngeld sei nicht zu erwarten gewesen, da für das 2007 eingeführte Elterngeld Erfahrungswerte für die geschätzte Höhe des Haushaltsgeldes fehlen. Entgegen der Annahmen hätte ein relativ hoher Anteil das Erziehungsgeld nicht erst nach Ablauf von zwölf Monaten, sondern bereits in den ersten Monaten nach der Geburt beantragt.
Hingegen hatte das Ministerium erwartet, dass im ersten Jahr nach der Geburt eher die Mutter zu Hause bleiben würde und die zwei Vätermonate erst Anfang 2008 finanziert werden müssten. Doch die Statistik zum Elterngeldbezug zeige mit knapp zehn Prozent "bereits jetzt einen relativ hohen Anteil von Vätern, die Elterngeld beziehen".
amz/ddp/dpa
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