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28.01.2008
 

Hessenwahl-Reaktionen

Schmerzlich, ausgeschlossen, dumm

Nach der Wahl ist in Hessen beinahe vor der Wahl: Bei den potentiellen Koalitionspartnern müht man sich heute um möglichst starke Worte und klare Absagen. Welche der fünf im Wiesbadener Landtag vertretenen Parteien künftig zusammen regieren, bleibt offen.

"Das schmerzt."

Die CDU-Vorsitzende und Kanzlerin Angela Merkel zum hessischen Wahlergebnis

"Wir werden auch über Fehler reden. Eine Partei, die Prozente verliert und nicht über Fehler redet, wäre dumm. Und ein Spitzenkandidat, der das nicht täte, auch".

"Wir werden bereit sein, Verantwortung für das Land zu tragen. Aber wir werden nicht bereit sein, unsere Identität aufzugeben."

"Eine große Koalition ist mit diesem Programm fast nicht vorstellbar."

Hessens CDU-Ministerpräsident Roland Koch zum schlechten Abschneiden seiner Partei und möglichen Koalitionen

"Heute zittern wir alle, dass es klappt, dass Roland Koch Ministerpräsident in Hessen bleibt."

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) über die Landtagswahl im Nachbarland

"Eine stärkere Akzentuierung der Wirtschaftspolitik und Wirtschaftskompetenz wäre möglicherweise sinnvoll gewesen."

Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) über den Wahlkampf seiner hessischen Parteifreunde

"Momentan sehe ich überhaupt keine Chance für eine Große Koalition."

"Ich würde nicht weitermachen."

SPD-Chef Kurt Beck über die Chancen einer schwarz-roten Regierung in Wiesbaden und seinen Rat an Ministerpräsident Koch

"Ypsilanti gibt den Schröder. Sie muss endlich zur Kenntnis nehmen, dass die CDU die stärkste Kraft in Hessen ist und damit den Auftrag zur Regierungsbildung hat."

CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer über die Regierungsfrage in Hessen

"Das Ergebnis in Hessen ist ein hessisches Sonderphänomen, das der dortige Ministerpräsident zu vertreten hat."

CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer zum Ausgang der hessischen Landtagswahl

"SPD und Grüne suchen einen nützlichen Idioten, der ihnen eine linke Mehrheit ermöglicht."

"Liberal sind wir, aber blöd sind wir nicht."

FDP-Parteichef Guido Westerwelle zum Werben der SPD für eine Ampelkoalition in Hessen

"Ausgeschlossen."

"Da diese Option auf dem Tisch liegt, spricht einiges dafür, sie zu prüfen"

Grünen-Chef Reinhard Bütikofer zu einem möglichen Bündnis seiner Partei in Hessen mit der CDU - und der Wahrscheinlichkeit einer Ampel-Koalition

"Eine Partei, die von sich sagt, sie sei liberal, hätte die Möglichkeit, ein Bündnis mit SPD, mit Grünen zu schließen."

Grünen-Chefin Claudia Roth zum Zögern der FDP vor einer Ampel

"Eine Zusammenarbeit mit der SPD ist immer möglich - aber nicht nach der Pfeife von Herrn Beck."

Linke-Chef Lothar Bisky zur Absage des SPD-Vorsitzenden Beck an jegliche Kooperation mit der Linken in Hessen

flo/dpa/ddp/AP

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